Haustiere - So vermeiden Sie Silvester-Stress - Vom: 19.12.2015

Die meisten Haustiere haben ein ausgesprochen gutes Gehör. Laute Silvesterböller können sie erschrecken und verängstigen.

Haustiere - So vermeiden Sie Silvester-Stress

Ob Katze, Kaninchen oder Kanarienvogel: Für viele Heimtiere ist die Silvesternacht der blanke Stress. Gut, wenn Herrchen und Frauchen vorsorgen und den tierischen Freund vor dem Feuerwerksspektakel schützen.

Fische haben es gut: Trotz lauter Böllerei bleiben sie an Silvester ganz entspannt – denn unter Wasser ist es still. Damit der Jahreswechsel auch für Hunde, Katzen, Kleintiere und Ziervögel möglichst stressfrei abläuft, sollten sich ihre Halter rechtzeitig überlegen, wie sie den letzten Tag des Jahres möglichst angenehm gestalten können.

Ruhiger Rückzugsort

Grundsätzlich ist es an Silvester wichtig, tierische Mitbewohner besonders sorgsam zu betreuen. Denn viele Tiere erschrecken sich bei den lauten Geräuschen und Lichtblitzen. Um sie so gut es geht abzuschirmen, heißt die Devise: Fenster schließen, Gardinen zuziehen und Rollläden runterlassen. Kleintiere und Vögel kommen am besten in einem ruhigen, der Straße abgewandten, abgedunkelten Raum ins neue Jahr. Bei Vögeln bietet es sich außerdem an, ein großes Tuch über den Käfig zu legen. Das verhindert, dass die Tiere nervös werden und wild umher flattern. Ein kleiner Leckerbissen, zum Beispiel Kolbenhirse, lenkt die gefiederten Freunde zusätzlich ab.

Hunde und Katzen sollten Tierbesitzer selbst entscheiden lassen, wohin sie sich begeben möchten. Auf jeden Fall brauchen die Vierbeiner die Möglichkeit, sich an einen ruhigen Ort zurückziehen zu können, wenn die Knallerei erst losgeht. Das kann der Keller sein, der Platz unter dem Bett, das Badezimmer, aber auch das Sofa im Wohnzimmer. Ein Hunde- oder Katzenkorb mit Dach eignet sich ideal als Rückzugshöhle. Musik oder der Fernseher schaffen eine Geräuschkulisse, die die Tiere gewohnt sind.

Keine Ängste schüren

Reagiert der Hund extrem ängstlich, ist ein möglichst ruhiges und souveränes Auftreten des Halters gefragt. Falsch ist es, den Vierbeiner jetzt überschwänglich zu trösten oder mit beruhigenden Worten zu überhäufen. Denn das könnte der Hund als Bestätigung seines Verhaltens auffassen und künftig noch ängstlicher werden. Ein Tier, das sich fürchtet, sollte zwar die Möglichkeit haben, sich bei Herrchen oder Frauchen anzukuscheln, aber keinesfalls mit Aufmerksamkeit überschüttet werden.

Kein Freigang

Erfahrungsgemäß werden die ersten Silvesterböller schon viele Stunden vor Mitternacht gezündet, mancherorts geht die Knallerei bereits am Vormittag los. Deshalb sollten Katzen, auch Freigänger, am letzten Tag des Jahres auf jeden Fall in der Wohnung bleiben. Und für Hunde gilt: Beim Gassi gehen unbedingt anleinen, denn ein plötzlicher Knall könnte den Vierbeiner so sehr erschrecken, dass er panikartig flieht. Ideal, wenn der letzte Spaziergang des Jahres auf die früheren Abendstunden vorverlegt werden kann.

Foto: IVH

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