Neue Kraft für den Lebensmotor - Vom: 02.12.2015

Neue Kraft für den Lebensmotor

Dass die Herzkraft im Alter nachlässt, ist normal. Doch jeder kann etwas tun, um sein Herz aktiv zu stärken und länger fit zu bleiben.

75, 85, 95 Jahre – noch nie war die Lebenserwartung so hoch wie heute. Doch natürlich geht das zunehmende Alter nicht spurlos an unserem Körper vorbei. Auch das Herz zeigt altersbedingte Verschleißerscheinungen, seine Funktionsfähigkeit nimmt allmählich ab. Dieser Prozess verläuft schleichend und wird meist lange Zeit überhaupt nicht bemerkt. Je nach Veranlagung und allgemeinem Gesundheitszustand ist der Effekt bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger stark ausgeprägt. Trotzdem spüren fast alle Menschen im reiferen Lebensalter Einschränkungen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit.

Viele bemerken beispielsweise, dass ihnen beim Treppensteigen schnell die Luft ausgeht, so dass sie zwischendurch stehen bleiben müssen. Andere müssen das Bergwandern mit Freunden aufgeben, weil das Gehen bergan zu anstrengend wird. Und wieder andere stellen fest, dass der Spurt zur Bushaltstelle einfach nicht mehr möglich ist…

Alarmsignal: Kurzatmigkeit

Atemnot, nachlassende Leistungsfähigkeit und Flüssigkeitseinlagerungen in den Beinen und Knöcheln (Ödeme) sind typische Anzeichen einer beginnenden Herzschwäche, Mediziner sprechen von Herzinsuffizienz. Bei chronischer Herzschwäche ist das Herz nicht mehr in der Lage, den Körper ausreichend mit Blut und auf diese Weise mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Nicht nur das Herz selbst, auch andere Organe wie Gehirn, Nieren oder Muskeln werden in Mitleidenschaft gezogen. Im fortgeschrittenen Stadium kann die Herzschwäche massive Beschwerden verursachen, den Alltag stark beeinträchtigen und das Leben ernsthaft bedrohen.

Das macht deutlich: Betroffene sollten Warnsignale wie Kurzatmigkeit und nachlassende körperliche Belastbarkeit ernst nehmen und zum Arzt gehen. Denn je früher eine Herzschwäche erkannt wird, umso besser kann sie mit modernen Therapiemöglichkeiten aufgehalten und ihr Voranschreiten verlangsamt werden. Eine Herzinsuffizienz muss immer konsequent behandelt werden. Meist verordnet der Arzt Arzneimittel, die dauerhaft eingenommen werden müssen.

Starker Helfer: Weißdorn

Um die Leistungsfähigkeit des Herzens zu verbessern, haben sich auch pflanzliche Arzneimittel mit einem hoch dosierten Extrakt aus Weißdorn bewährt. Sie können das in die Jahre gekommene Herz stärken und entlasten, denn Weißdorn erhöht nicht nur die Pumpkraft des Herzens, sondern hält auch die Gefäße elastisch. Der Arzt und der Apotheker wissen, ob es sinnvoll ist, Weißdorn-Präparate mit verordneten Medikamenten zu kombinieren. Herzpatienten sollten nachfragen und sich beim Kauf in der Apotheke beraten lassen.

Eine weitere wichtige Säule der Behandlungsstrategie ist Bewegung. Während bei Herzschwäche früher zu körperlicher Schonung geraten wurde, weiß man heute: Bewegung hilft! Regelmäßige körperliche Aktivität senkt den Blutdruck, beschleunigt den Stoffwechsel, baut Stresshormone ab und schützt die Blutgefäße vor Fett- und Kalkablagerungen. Durch regelmäßiges Ausdauertraining lässt sich die Leistungsfähigkeit deutlich verbessern.

Unersetzlich: Bewegung

Bei Herzschwäche empfehlen Mediziner meist körperliche Aktivitäten, bei denen viel Bewegung mit vergleichsweise geringem Kraftaufwand möglich ist: Spazierengehen, Wandern, Nordic Walking und Radfahren. Allerdings muss vor dem Start des körperlichen Trainings beim Herzspezialisten (Kardiologen) überprüft werden, wie es um die aktuelle körperliche Belastbarkeit bestellt ist. Es hat sich bewährt, das Training in einem Herzzentrum oder einer Rehaklinik unter Aufsicht eines Sporttherapeuten oder Arztes zu beginnen, damit Überlastungen vermieden werden.

Natürlich kann und muss der Patient auch selbst einiges tun, um das Voranschreiten der Herzschwäche aufzuhalten. Unerlässlich ist es, Medikamente regelmäßig einzunehmen, es mit dem verordneten Training genau zu nehmen und insgesamt auf einen gesunden Lebensstil zu achten. Das bedeutet vor allem: Übergewicht abbauen, sich gesund ernähren, aufs Rauchen verzichten und wenig Alkohol trinken.

Nicht nur das ärztlich begleitete Sportprogramm schützt das Herz, sondern auch alltägliche Bewegungen: Der kleine Fußmarsch zur Apotheke, der abendliche Spaziergang um den Block, das Arbeiten im Haushalt und im Garten. Das Gute: Jede zusätzliche Bewegungseinheit steigert den Energieverbrauch des Körpers und hilft so auch dabei, Übergewicht abzubauen.

Herzgesund: Mittelmeerkost

Eine gesunde Möglichkeit, das Gewicht unter Kontrolle zu halten und das Herz zu schützen, ist Mittelmeerkost. Das heißt: Reichlich Gemüse, Obst, Salat und Vollkornprodukte verzehren, regelmäßig Fisch, aber weniger Fleisch auf den Teller bringen und anstelle tierischer Fette wie Butter und Schmalz hochwertige Pflanzenöle wie Oliven- und Rapsöl verwenden. Forscher haben nachgewiesen, dass mediterrane Ernährung den Blutdruck sowie die Blutfette und den Blutzucker senkt, aber auch den besonders schädlichen Speck am Bauch reduziert. Wichtig ist es bei Herzschwäche zudem, den Salzverbrauch einzuschränken und die Flüssigkeitsaufnahme in Absprache mit dem Arzt zu begrenzen, um das Herz zu entlasten.

Wie Stress Herzrhythmusstörungen auslösen kann, lesen Sie im Internet auf der Website www.ratgebergesund.de.

Top 5 fürs Herz

  1. Besser essen:Reichlich Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Seefisch verzehren, wenig Fleisch und Salz.
  2. Stress abbauen: Entspannungsmethoden wie Yoga oder Achtsamkeitsübungen helfen beim Abschalten.
  3. In Bewegung bleiben: Ein bewegter Alltag und moderates körperliches Ausdauertraining schützen und stärken das Herz.
  4. Wenig Genussmittel:Nicht rauchen, wenig Alkohol trinken.
  5. Pflanzenkraft nutzen:Hochdosierte Weißdorn-Präparate aus der Apotheke können das Altersherz stärken. Das haben zahlreiche Studien gezeigt.
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