Schwerhörigkeit lässt sich vorbeugen - Vom: 17.11.2015

Ohrstöpsel aus Wachs, Schaumstoff oder Silikon bedeuten eine Auszeit vom Lärm. Das Apotheken-Team weiß, woran man guten Gehörschutz erkennt.

Schwerhörigkeit lässt sich vorbeugen

Extrem laute Musik, aber auch Alltagslärm belasten unser empfindliches Gehör erheblich. Schwerhörigkeit kann die Folge sein. Beugen Sie vor!

Das Lieblingslied klingt am besten in voller Lautstärke aus dem Smartphone. Und das Abtanzen am Wochenende macht mehr Spaß, wenn die Musik bis in die Haarspitzen zu spüren ist. Musik ist ein Lebenselixier, weshalb kaum jemand auf die Idee kommt, dass sie die Ohren belasten kann.

Die gute Nachricht: Musikgenuss und Ohrenschutz müssen sich nicht ausschließen. „Erstaunlicherweise ist das Zurückschalten der Beschallung nämlich meist gar nicht in seinem ganzen Ausmaß zu spüren“, sagt Thomas Ebel, Arzt im AOK-Bundesverband. Wird eine sehr hohe Schallintensität um das Zehnfache vermindert, empfindet das Ohr dies nur so, als wäre sie um die Hälfte reduziert worden.

Musikgenuss mit Köpfchen

Beim Musikhören über Kopfhörer, in der Disco und beim Konzertbesuch helfen schon einfache Vorsichtsmaßnahmen, um das Gehör zu schützen!

Ohren zu und durch

Nicht nur laute Musik belastet unsere Ohren, auch im Alltag geht es oft extrem laut zu, beispielsweise dann, wenn ein Presslufthammer im Einsatz ist, der Rettungswagen mit Martinshorn vorbeirast oder die Zugbremsen auf dem Bahnsteig quietschen. In diesen Situationen ist es durchaus sinnvoll, sich einfach die Ohren zuzuhalten, um das Gehör zu schützen.

Die fürs Hören zuständigen Sinneszellen im Innenohr sind extrem empfindlich. Sind sie einmal zerstört, lässt sich das nicht mehr rückgängig machen. „Schon zwei Stunden extrem laute Musik in der Woche erhöhen das Risiko einer späteren Schwerhörigkeit um das Zehnfache“, sagt Thomas Ebel.

In der Arbeitswelt sorgen strenge Vorschriften dafür, dass unsere Ohren geschützt werden. In der Freizeit muss jeder selbst auf sein Gehör achten und ein Gefühl dafür entwickeln, was er seinen Ohren zumuten kann. Der allzu sorglose Umgang mit Lautstärke hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass bereits zahlreiche Jugendliche unter Schwerhörigkeit leiden. Dabei helfen schon einfache Vorsichtsmaßnahmen, dies zu verhindern.

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