Was wirklich bei Erkältungen hilft - Vom: 29.11.2015

Was wirklich bei Erkältungen hilft

Schnupfen, Husten, Halsweh und Abgeschlagenheit: Herbstzeit ist Erkältungszeit! Was die lästigen Beschwerden zuverlässig vertreibt? Wir haben die besten Tipps für große und kleine Schnupfennasen.

Viel lutschen: Halskratzen ist oft das erste Anzeichen einer Erkältung. Um die entzündete Rachenschleimhaut zu schützen, sie zu befeuchten und ihre Regeneration zu fördern, eignen sich verschiedene Lutschpastillen und Halstabletten, zu denen das Team in der Apotheke Sie gern berät. Lutschen regt übrigens generell die Speichelproduktion an – was den gereizten Hals besänftigt und Keime aus dem Rachenraum wegspült.

Halsschmerzen lindern: Bei stärkeren Halsschmerzen können Lutschtabletten mit örtlich betäubenden Wirkstoffen wie Lidocain und Benzocain hilfreich sein.

Die Stimme schonen: Heiser? Dann möglichst wenig sprechen, und wenn immer in normaler Lautstärke. Flüstern schadet eher, schreien erst recht. Salzhaltige Arzneimittel können die Mund- und Rachenschleimhaut befeuchten. Auch Salbeibonbons und Pastillen mit Heilpflanzen wie Anis, Fenchel, Eibisch und Spitzwegerich sind eineWohltat für die entzündeten Stimmlippen.

Schleimhaut befeuchten:Schnupfen ist quälend. Um die Nasenschleimhaut feucht zu halten, sind salzhaltige Nasentropfen oder -sprays gut geeignet, zum Beispiel mit Meerwasser. Auch für Kinder gibt es in der Apotheke passende Salzlösungen.

Die Nase befreien: Total verschnupft und die Nase ist dicht? Dann sind abschwellende Nasensprays mit Wirkstoffen wie Oxymetazolin und Xylometazolin potente Helfer. Wichtig: Immer nur kurzzeitig anwenden und auf die richtige Dosierung achten. Für Kinder gibt es geringer dosierte Schnupfensprays.

Viren Dampf machen: Endlich wieder durchatmen – Inhalationen sind bei Erkältung eine Wohltat. Ins heiße Wasser kommt Kamillenextrakt oder ätherisches Öl aus Eukalyptus, Fichtennadeln oder Latschenkiefer. Vorsicht: Für kleine Patienten sind viele ätherische Öle nicht geeignet. Fragen Sie den Apotheker!

Schleim lösen: Fest sitzendes Erkältungssekret sollte rasch gelöst werden. Hier leisten pflanzliche Schleimlöser zum Einnehmen gute Dienste. Ebenfalls wichtig: Viel trinken. Gute Durstlöscher sind neben Wasser auch Erkältungstees aus der Apotheke.

Hühnersuppe löffeln: Hühnersuppe wirkt entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhäute. Zusätzlich unterstützen die vielen Vitamine und Mineralstoffe in der Suppe das Immunsystem im Kampf gegen die Erkältungserreger. Und der heiße Dampf sorgt nicht nur für wohlige Wärme, sondern befeuchtet auch die Schleimhäute und erleichtert das Durchatmen. Fazit: Ein super Hausmittel!

Hochziehen statt schnäuzen: Wer kräftig ins Taschentuch trompetet, drückt dabei Schleim und Keime in die Nasennebenhöhlen und riskiert eine Entzündung. Aus medizinischer Sicht ist Hochziehen also tatsächlich besser. Wer die recht unappetitliche Prozedur nicht mag, sollte zumindest sanft schnäuzen. Und danach gehört das Papiertaschentuch gleich in den Müll – am besten in einen Eimer mit Deckel.

Power-Kombis wählen: Der Kopf schmerzt, die Nase ist verstopft und dann auch noch dieser Husten…Wer von mehreren Erkältungsbeschwerden geplagt wird, kann von Kombinationsarzneimitteln zum Einnehmen profitieren. Sie enthalten mehrere Wirkstoffe, die gegen unterschiedliche Beschwerden wirken, zum Beispiel gegen Schmerzen, Fieber und verstopfte Nase. Achten Sie darauf, dass das Mittel der Wahl zum individuellen Beschwerdebild passt. Ihr Apotheker berät Sie kompetent!

Auf Globuli & Co. setzen: Egal, ob das Immunsystem gestärkt, die Symptome eines grippalen Infektes gelindert oder die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden sollen: Viele Menschen vertrauen bei einer Erkältung auf die Homöopathie. Bewährt haben sich beispielsweise homöopathische Komplexmittel, die mehrere aufeinander abgestimmte Komponenten enthalten. Tipp: Für Kinder alkoholfreie Mittel wählen, zum Beispiel in Form von Streukügelchen.

Natürlich gegen Husten: Hustentees mit Heilkräutern wie Thymian, Spitzwegerich und Primelwurzel sind bewährte natürliche Helfer bei Husten. Ebenfalls top: Inhalieren mit einem speziellen Vernebler, in dem eine Salzlösung in feinste Tröpfchen zerstäubt wird. Ein beliebtes Hausmittel sind Kartoffelwickel: Dazu Kartoffeln kochen, schälen, auf einem Geschirrhandtuch zerdrücken und etwas abkühlen lassen. Dann die Seiten des Tuchs übereinander schlagen, Temperatur noch einmal prüfen, den Wickel auf die Brust legen und mit einem Schal befestigen.

Stillen oder lösen: Die richtige Behandlung hängt von der Art des Hustens ab: Trockener Reizhusten lässt sich mit einem Hustenstiller bändigen, bei produktivem Husten mit Schleimbildung verflüssigen Arzneimittel mit einem Extrakt aus Efeublättern, aber auch mit Ambroxol oder Acetylcystein zähes Sekret und erleichtern das Abhusten.

Antibiotikasind bei einem einfachen grippalen Infekt nutzlos, denn sie wirken gegen Bakterien. Eine Erkältung wird jedoch durch Viren hervorgerufen – gegen sie sind Antibiotika machtlos. Werden Antibiotika sorglos eingesetzt, fördert das zudem die Entstehung neuer resistenter Bakterienstämme. Deshalb Antibiotika nur dann einnehmen, wenn es wirklich erforderlich und sinnvoll ist. Beispielseise dann, wenn es im Erkältungsverlauf zu einer Folgeinfektion mit Bakterien kommt, etwa zu einer schweren Nasennebenhöhlen-Entzündung.

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