Richtig Zähneputzen leicht gemacht - Vom: 13.01.2016

Fluoridhaltige Zahncremes härten den Zahnschmelz und machen ihn widerstandsfähiger gegen Bakterien.

Richtig Zähneputzen leicht gemacht

Rütteln, schrubben, ausfegen? Welche Zahnputztechnik optimal ist, darüber streiten sogar Experten. Am besten orientieren Sie sich an einfachen Regeln.

Dass regelmäßiges Zähneputzen für die Gesundheit unserer Zähne unverlässlich ist, daran zweifelt niemand. Weniger Einigkeit herrscht in Expertenkreisen jedoch darüber, wie die Zähne am besten geputzt werden sollten. Das ergab eine weltweit angelegte Studie am University College London. Ihr zufolge widersprechen sich Zahnärztekammern, Zahnpflegeratgeber und Zahnpasta-Hersteller in ihren Empfehlungen zu Technik, Dauer und Häufigkeit des Zähneputzens.

Vor diesem Hintergrund ist es kein Wunder, dass auch deutsche Verbraucher ihre Zähne nicht einheitlich reinigen. Die einen putzen mit schrubbenden Bewegungen, die anderen fegen ihre Zähne, aber die meisten reinigen sie mit kreisenden Bewegungen, hat eine Studie der AXA-Versicherung in Zusammenarbeit mit der Universität Witten/Herdecke ergeben.

Bass-Methode ist top

Doch was ist wirklich sinnvoll? Laut der britischen Studie empfehlen die meisten Experten eine Kombination aus rüttelnder und ausfegender Bewegung vom Zahnfleisch in Richtung Zahnschneide- bzw. Kaufläche, die auch als „Bass-Methode“ bezeichnet wird. „Die Bass-Methode ist sehr wirksam“, bestätigt Professor Stefan Zimmer von der Universität Witten/Herdecke. „Wer damit aber nicht zurechtkommt und in schrubbende Bewegungen verfällt, sollte lieber die reine Fegetechnik anwenden.“ Von ausschließlich schrubbenden Bewegungen sei abzuraten, da sie Zähne und Zahnfleisch schaden könnten. Und für die „kinderleichten“ kreisenden Bewegungen gilt: Erwachsene sollten eine effektivere Putztechnik anwenden.

Nicht nur die Putztechnik entscheidet über die richtige Zahnpflege. Das Wichtigste ist regelmäßiges Zähneputzen. Die Zähne sollten möglichst nach jedem Essen gereinigt werden, mindestens aber zweimal täglich – und das, ohne dabei zu starken Druck auszuüben. Wie lange die Zähne geputzt werden sollten, hängt davon ab, in welchen Zustand das Gebiss ist, welche Zahnbürste verwendet wird und wie geschickt man mit ihr umgeht. Faustregel: Weniger als drei Minuten sollten es nicht sein!

5 Tipps für gesunde Zähne

In der Apotheke hilft man Ihnen gern, wenn es um die richtige Auswahl von Zahnpflege-Utensilien geht.

1. Etwa 40 Prozent der Zahnoberfläche erreicht die Zahnbürste nicht. Da muss Zahnseide ran, am besten täglich. Tipp für Anfänger: Gewachste Zahnseide verwenden und sich beim Zahnarzt die richtige Anwendung zeigen lassen.

2. Für Menschen mit großen Zahnzwischenräumen gibt es Interdentalbürsten. Sie sind auch für Kinder und Erwachsene mit fester Zahnspange gute Helfer.

3. Zuckerfreier Kaugummi regt die Speichelbildung an und verdünnt somit die Säuren im Mund. Ideal für zwischendurch.

4. Um Bakterien von der Zungenoberfläche zu entfernen und damit auch Mundgeruch entgegenzuwirken, haben sich Zungenbürsten und Zungenschaber bewährt.

5. Speziell für den Nachwuchs gibt es Kinderzahnbüsten mit kleinem Bürstenkopf, weichen, abgerundeten Borsten und einem dicken rutschfesten Griff.

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