Gegenwind für den Husten - Vom: 26.12.2014

Gegenwind für den Husten

Obwohl Husten ein wichtiger Schutzreflex unseres Köpers ist, macht er Erkältungsgeplagten oft schwer zu schaffen. Grund genug, ihn rasch wieder loszuwerden.

Eine Erkältung ist doch halb so schlimm! Das behaupten viele Menschen – zumindest so lange, wie sich die Symptome auf Halskratzen und laufende Nase beschränken. Doch spätestens, wenn Husten das klassische „Erkältungstrio“ komplettiert, wird die Infektion dann doch als erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigung wahrgenommen. Kein Wunder, denn Husten ist unberechenbar, quälend, schlafraubend und lässt sich einfach nicht unterdrücken.

Wenn eine Hustenattacke die nächste jagt und den ganzen Körper schüttelt, hat so mancher den dringenden Wunsch, sich nur noch ins Bett zu legen. Doch auch hier finden von Husten Geplagte nicht die ersehnte Ruhe. Denn befindet sich der Körper erst in der Waagerechten, treten die Hustenstöße noch häufiger und heftiger auf. An nächtliches Durchschlafen ist nicht mehr zu denken. Wer würde da noch behaupten, Husten sei eine Bagatelle?

Schonung ist angesagt

Obwohl der typische Erkältungshusten für ansonsten gesunde Menschen kein Grund zu ernsthafter Besorgnis ist, kann er die Lebensqualität vorübergehend merklich mindern. Betroffene fühlen sich häufig richtig krank und sollten ihrem Körper deshalb die erforderliche Ruhe gönnen – anstrengende körperliche Aktivitäten und Sport sind jetzt erst einmal tabu. Kleine Spaziergänge an der frischen Luft können das Wohlbefinden allerdings steigern und das Durchatmen erleichtern. Erkältete sollten sich einen schützenden Schal um den Hals binden, ehe sie ins Freie gehen.

Trockene Raumluft ist hingegen Gift bei Husten, denn Mund- und Rachenschleimhaut sind ohnehin schon angegriffen. Umso wichtiger ist daher regelmäßiges Lüften, um das Raumklima zu verbessern. Vor allem jetzt im Winter ist Stoßlüften für rund zehn Minuten für den Luftaustausch besser, als die Fenster ständig in Kippstellung zu belassen. Ebenfalls sinnvoll: Die Raumluft befeuchten, beispielsweise mit feuchten Tüchern.

Viel trinken ist eine weitere einfache Möglichkeit, um eine trockne Mund- und Rachenschleimhaut zu befeuchten und damit dem Hustenreiz entgegenzuwirken. Neben Wasser bieten sich Kräutertees aus der Apotheke an. Der Apotheker kann spezielle Hustentee-Mischungen empfehlen.

Erst trocken, dann produktiv

Welche Medikamente hilfreich sind, hängt ganz wesentlich von der Art des Hustens ab. In der Regel verläuft Erkältungshusten in Phasen. In den ersten Tagen wird der Erkältete meist von trockenem, unproduktivem Reizhusten geplagt. Er ist hart, schmerzhaft und hat für den Körper keinen wirklichen Nutzen. Erlaubt ist es deshalb, den lästigen Hustenreiz zu unterdrücken, zum Beispiel mit pflanzlichen Hustenstillern aus der Apotheke. Sie enthalten Schleimdrogen wie Spitzwegerich, Malve, Isländisch Moos und Eibisch, die die gereizte Schleimhaut schützen und beruhigen. Auch Hustenstiller mit Wirkstoffen wie Dextromethorphan und Pentoxyverin sind rezeptfrei erhältlich und gut wirksam.

Nach ein paar Tagen geht der trockene Reizhusten dann meist über in einen schleimbildenden, produktiven Husten, der die körpereigene Abwehr unterstützt und die Viren aus dem Körper transportiert. In dieser Phase kommt es darauf an, den Husten zu lösen, damit der zähe Schleim besser abgehustet werden kann. Auch hier gibt es pflanzliche Präparate, etwa mit Efeublätter-Trockenextrakt, Thymian und Süßholzwurzel. Ebenfalls rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind hustenlösende Arzneimittel mit Wirkstoffen wie Ambroxol oder Acetylcystein.

Hartnäckiger Reizhusten

Der produktive Husten ist in der Regel nach einer Woche wieder vorbei. Jedoch sind die Schleimhäute in der Heilungsphase noch überempfindlich, so dass jetzt häufig erneut ein trockener Reizhusten entsteht, der mehrere Wochen andauern kann. Solange sollte der Arztbesuch jedoch nicht hinausgezögert werden. Bessern sich die die Beschwerden trotz Selbstbehandlung nach etwa einer Woche nicht, gehen Erkältete besser zum Arzt. Umgehend in die Arztpraxis gehören von Husten Geplagte, wenn Symptome wie hohes Fieber, Atemnot oder starke Schmerzen hinzukommen.

Mit Hausmitteln gegen Husten

Bewährt haben sich zum Beispiel:

· Inhalationen mit ätherischen Ölen

· Erkältungsbalsame zum Einreiben von Brust und Rücken

· Erkältungsbäder

· warme Halswickel

· Tees mit Hustenkräutern

Lassen Sie sich zur richtigen Anwendung bitte in Ihrer Apotheke beraten.

Uhrheberrechtliche Hinweise und Impressum
Diesen Artikel: per E-Mail mailen | Ausdrucken drucken | Ausdrucken vorlesen