Rasche Hilfe bei Husten - Vom: 18.01.2015

Rasche Hilfe bei Husten

Husten nervt. Besonders, wenn die Bronchien stark verschleimt sind – das zähe Sekret sitzt fest, die quälenden Hustenanfälle hören einfach nicht auf. Abhilfe gibt es in der Apotheke: Wirksame Mittel lösen den Schleim.

Verkühlt, verschnupft, verschleimt: Hartnäckiger Husten zählt zu den unangenehmsten Symptomen einer Erkältung. Besonders lästig und langwierig wird die Erkrankung, wenn die Schleimhäute ein zähes Sekret bilden, das fest in den Bronchien sitzt und nur schlecht abgehustet werden kann. Ein produktiver Husten mit möglichst ergiebigem Schleimauswurf ist jedoch sehr wichtig, um die Erkältungsviren schnell wieder aus den Atemwegen zu entfernen – und um eine zusätzliche Infektion mit Bakterien zu vermeiden. Denn diese so genannte Superinfektion kann die Krankheitsdauer deutlich verlängern, die Symptome verstärken und schlimmstenfalls sogar zu einer Lungenentzündung führen.

Husten als Schutzreflex

Zähes Hustensekret stört den natürlichen Reinigungsmechanismus in den Bronchien. Ihre Schleimhäute sind mit Millionen so genannter Flimmerhärchen ausgekleidet: Sie bewegen sich ständig wie Weizenhalme im Wind und fegen so Fremdkörper und Krankheitserreger aus den Atemwegen hinaus. Bei einer Infektion mit Erkältungsviren bilden die Schleimhautzellen jedoch oftmals große Mengen eines zähflüssigen Sekrets, das die Flimmerhärchen im wahrsten Sinne des Wortes zukleistert – der normale Selbstreinigungsmechanismus ist blockiert. Diese Störung wird sofort von empfindlichen Sensoren in den Bronchien registriert: Sie senden ein Alarmsignal direkt ans Hustenzentrum im Gehirn. Denn jetzt können nur noch kräftige Hustenstöße, bei denen die Luft wie ein Orkan aus der Lunge bläst, die Krankheitserreger nach draußen schleudern.

Aus zäh wird flüssig

Wer sich mit quälendem Husten durch den Tag schleppt, sollte möglichst rasch etwas unternehmen, um den Schleim zu verflüssigen und das Abhusten zu erleichtern. Zu den bewährten Hustenlösern zählt zum Beispiel der Wirkstoff Ambroxol: Er stimuliert die Bildung von dünnflüssigem Sekret in den Bronchien. Der wässrige Schleim lässt sich nicht nur besser abhusten, die Flimmerhärchen können ihn auch wieder selbsttätig nach oben bewegen und hinausbefördern. Die natürliche Selbstreinigungsfunktion kommt also schneller wieder in Gang – damit wird der Husten schon bald nicht mehr gebraucht und klingt eher ab.

Neue Erkenntnisse der Forschung deuten darauf hin, dass Ambroxol zusätzlich auch die Ansiedlung von Bakterien in der Bronchialschleimhaut hemmen und damit einer Superinfektion vorbeugen kann.

Tee trinken und entspannen

Neben der Einnahme von Medikamenten helfen allgemeine Maßnahmen, damit der Husten weniger quälend wird. Wichtig ist vor allem, viel zu trinken – denn das trägt dazu bei, den Schleim zu verflüssigen. Geeignete Getränke sind natürlich in erster Linie Husten- und Bronchialtees. Ebenfalls unterstützend wirken Inhalationen mit Salzlösungen oder ätherischen Ölen, indem sie die Atemwege befeuchten.

Hustenbonbons bringen zusätzlich etwas Linderung. Viele Menschen empfinden außerdem Erkältungsbäder als wohltuend, zum Beispiel mit Eukalyptus-, Fichtennadel- oder Thymianöl. Auch Einreibungen mit einem Erkältungsbalsam können die Symptome bessern. Als bewährtes Hausmittel gelten warme Brustwickel, etwa mit Lavendelöl oder Zitrone: Sie fördern die Durchblutung in den Bronchien. Bei Fieber darf allerdings kein Brustwickel angelegt werden, da er die Temperatur noch erhöhen würde.

BU:

Bei Husten helfen wirksame Mittel aus der Apotheke.

Foto: Petersen & Partner

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