SO SCHLAFEN SIE WIEDER BESSER - Vom: 30.12.2014

SO SCHLAFEN SIE WIEDER BESSER

Millionen Menschen leiden unter Schlafstörungen – Frauen doppelt so oft wie Männer. Die Folgen sind Tagesmüdigkeit, Erschöpfung, innere Unruhe. Durch aktive Selbsthilfe lässt sich in vielen Fällen die erholsame Nachtruhe wieder herstellen.

„Der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr.“ Wie viel Wahrheit in diesem Zitat von Arthur Schopenhauer steckt, erleben Millionen Menschen in Deutschland am eigenen Leib: Regelmäßig leiden sie unter Ein- oder Durchschlafstörungen. Besonders betroffen sind Frauen während der Wechseljahre. In der Altersgruppe zwischen 45 und 54 Jahren leidet jede dritte unter Schlafstörungen und daraus resultierender Tagesmüdigkeit. Hauptursache ist die Hormonumstellung: Symptome wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche stören oft nachhaltig die Nachtruhe.

Häufig sind Schlafstörungen zudem stressbedingt. Termin- und Leistungsdruck, die Doppelbelastung in Beruf und Familie und der resultierende hektische Alltag bleiben nicht ohne Folgen – wer tagsüber permanent unter Druck steht, kann abends die nervliche Anspannung nicht einfach ablegen wie ein Kleidungsstück.

Abends zur Ruhe kommen

Wer über Wochen morgens kaum erholt aufwacht, nach dem Aufstehen bald wieder müde ist, sich nicht voll leistungsfähig fühlt oder eine anhaltende innere Unruhe verspürt, sollte möglichst bald aktiv werden, um die Schlafqualität wieder zu verbessern. Oft zeigen dabei schon kleine Maßnahmen eine positive Wirkung – wie zum Beispiel ein Entspannungsritual zur Nacht. Machen Sie sich bewusst: Die Ruhe am Abend ist genauso wichtig wie die Pflichten des Tages! Versuchen Sie, die Zeit vor dem Zubettgehen frei von Aufregung zu halten und genussvoll zu gestalten. Empfehlenswert ist ein tägliches Einschlafritual, wie etwa ruhige Musik zu hören, einen Schlaftee zu trinken, noch einen kleinen Spaziergang zu machen, ein Buch zu lesen.

Wichtig ist außerdem ein regelmäßiger Rhythmus. Wenn die innere Uhr Tag für Tag in einem festen Takt bleibt, funktioniert auch das Ein- und Durchschlafen besser. Es empfiehlt sich daher, feste Aufsteh- und Essenszeiten einzuhalten – auch am Wochenende.

Denken Sie positiv

Viele Menschen fangen an zu grübeln und Probleme zu wälzen, wenn sie nicht einschlafen können. Belastende Gedanken erschweren jedoch das Ein- und Durchschlafen zusätzlich. Versuchen Sie, sich in diesen Situationen auf positive Dinge und Erinnerungen zu konzentrieren, sagen Sie sich: „Ich habe jetzt zwar diese Sorgen. Doch ich lege sie beiseite und denke erst morgen wieder darüber nach.“ Falls Sie dennoch nicht einschlafen können – stehen Sie besser wieder auf und widmen sich einer ruhigen, angenehmen Tätigkeit.

Bewegung fördert den erholsamen Schlaf. So ergab eine Untersuchung der US-amerikanischen National Sleep Foundation, dass sportlich aktive Menschen ihren Schlaf zu 80 Prozent als erholsam empfinden. Bei den Bewegungsmuffeln sind es dagegen nur 39 Prozent. Um einen Effekt zu spüren, müssen Sie kein Leistungssportler werden – bereits zehn Minuten Spazierengehen am Abend erleichtern das Einschlafen.

Natürliche Mittel können helfen

Meiden Sie abends schwer verdauliche Lebensmittel, die lange im Magen liegen oder Sodbrennen verursachen könnten. Verzichten Sie also auf Hülsenfrüchte, Gurkensalat, Pilzmahlzeiten, sehr fette und frittierte Speisen, hart gekochte Eier sowie kohlensäurehaltige Getränke. Ideal ist ein leichtes und frühes Abendessen.

Wer aufgrund von starkem Stress und hoher Anspannung schlecht schläft, kann darüber hinaus auf natürliche Arzneimittel zurückgreifen, die ausgleichend wirken und das Einschlafen erleichtern. Bewährt haben sich zum Beispiel Mittel mit Auszügen aus Passionsblume, Hafer, Kaffeesamen und Zinkvalerianat. Die beruhigende Wirkung der gut verträglichen Inhaltsstoffe verstärkt sich zusätzlich, wenn sie kombiniert angewendet werden. Die gleichzeitige Einnahme anderer Medikamente ist möglich, Wechselwirkungen sind nicht bekannt.

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