Gelenkfreunde – Gelenkfeinde - Vom: 13.11.2014

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Unsere Gelenke müssen viel aushalten, tagtäglich lastet ein großer Druck auf ihnen. Lesen Sie, was den „Scharnieren unseres Körpers“ gut tut und was sie belastet.

Schonende Bewegung

Sport kräftigt die Muskulatur, verbessert die Haltung und erhöht die Beweglichkeit der einzelnen Gelenke. Nur kräftige Muskeln können die Gelenke wirksam stabilisieren und so Beschwerden vorbeugen oder das Fortschreiten einer bestehenden Erkrankung verlangsamen. Zudem werden die Gelenke durch Bewegung mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Wählen Sie möglichst gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Walken, Radfahren oder moderates Muskeltraining. Ebenfalls top: Regelmäßige Spaziergänge und Treppensteigen.

Normales Gewicht

Jedes überflüssige Kilo ist eine Belastung, vor allem für Knie- und Hüftgelenke. Übergewicht ist eines der größten Risiken für frühzeitigen Gelenkverschleiß. Aber auch stark Untergewichte haben aufgrund möglicher Mangelerscheinungen mitunter Gelenkprobleme. Deshalb gilt: Normalgewicht anstreben! Ist Abnehmen erforderlich oder Zunehmen angesagt, kann eine Ernährungsberatung hilfreich sein.

Helfer aus der Apotheke

Wer bereits unter Gelenkschmerzen leidet, kann von rezeptfreien Präparaten aus der Apotheke profitieren, die ergänzend zu verordneten Arzneimitteln lindernd wirken können. Bei entzündlichen Gelenkbeschwerden haben sich zum Beispiel Enzympräparate bewährt, denn Enzyme regulieren den Verlauf von Entzündungen und beschleunigen deren Abklingen. Empfehlenswert sind auch pflanzliche Mittel mit Teufelskralle oder Weidenrinde sowie entzündungshemmende Salben. Bitte fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker!

Falsche Schuhe

Schuhe mit hohen Absätzen können langfristig zu Verformungen der Füße führen und zudem zur Entstehung von Gelenkverschleiß (Arthrose) beitragen. Aber auch Flip-Flops können den Gelenken schaden, denn beim Laufen rollt der Fuß nicht ab, sondern tritt platt auf den Boden auf, was Erschütterungen in Knien und Hüfte sowie Schmerzen in den Gelenken verursacht.

Moderne Technik

Begriffe wie „SMS-Daumen“ oder „iPad-Nacken“ machen deutlich: Die Nutzung moderner Kommunikationsmittel kann der Gesundheit schaden. Untersuchungen zeigen, dass Schulter und Nacken beispielsweise beim Bedienen des Tablets völlig anders belastet werden als beim Arbeiten am Computer. Die Muskulatur verkürzt sich, und durch die eingeschränkte Bewegungsfähigkeit besteht die Gefahr, dass die Gelenkkapsel in der Schulter schrumpft und das Gelenk versteift. Nicht nur Nacken und Schulter leiden unter Tablet, Smartphone & Co., auch den Fingern, besonders den Daumen, kann häufiges Tippen zu schaffen machen.

„Stop and go“ beim Sport

Skifahren macht Spaß! Doch unvermeidliche Stöße während der Abfahrt, bedingt durch Unebenheiten auf der Piste, können den Sport zu einer Qual für Knie und Rücken machen. Dies gilt auch fürs Joggen auf hartem Asphalt oder unebenem Untergrund. Sportarten wie Squash, Tennis und Handball, die ein schnelles Abbremsen erfordern, können Problemen mit den Gelenken ebenfalls Vorschub leisten.

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