Bitte fragen Sie Ihren Apotheker!

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Egal, ob Ihnen der Arzt Medikamente verschrieben hat oder Sie rezeptfreie Arzneimittel kaufen möchten: Ein Beratungsgespräch in der Apotheke erleichtert den richtigen Umgang mit der Medizin.

Tabletten, Säfte, Salben & Co: Arzneimittel sind Produkte, für die wir eine Gebrauchsanweisung brauchen. Doch nicht immer sorgt die Packungsbeilage auf Anhieb für Klarheit. Hilfreich deshalb, sich für den Besuch in der Apotheke etwas Zeit zu nehmen, rät Erika Fink, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Und dann heißt es: Dem Apotheker Fragen stellen – beispielsweise diese:

Wann, wie oft und wie lange muss ich das Medikament nehmen?

Die Arzneimitteleinnahme muss unter anderem mit den Essenszeiten abgestimmt werden – beispielsweise sind manche Medikamente fettlöslich und wirken am besten, wenn man sie zum Essen nimmt. Der Apotheker informiert Sie gerne über den korrekten Einnahmezeitpunkt. Auch bei Fragen rund um Häufigkeit und Dauer der Einnahme kann er helfen: 
Antibiotika müssen meist so lange eingenommen werden, bis die Packung aufgebraucht ist. Bei freiverkäuflichen Präparaten gegen Durchfall hingegen sollte die Einnahme zwei bis drei Tage nicht übersteigen – ist dann keine Besserung eingetreten, ist ein Arztbesuch erforderlich.

Was sind die wichtigsten Nebenwirkungen?

Die im Beipackzettel aufgelisteten möglichen Nebenwirkungen verunsichern viele Patienten. Gut ist es 
daher, man spricht schon in der Apotheke über dieses Thema. In vielen Fällen kann der Apotheker direkt Tipps geben, wie sich bestimmten Nebenwirkungen vorbeugen lässt. Beruhigend ist auch, dass sich einige Nebenwirkungen wieder abschwächen, wenn sich der Körper erst an das Medikament gewöhnt hat.

Verträgt sich das Medikament mit allen Nahrungsmitteln?

Vitamine und Mineralien aus Nahrungsmitteln können eine Therapie unterstützen oder aber behindern. Daher sollte unbedingt abgeklärt werden, ob bestimmte Lebensmittel oder Getränke den Therapieerfolg behindern könnten.

Muss ich auf Alkohol verzichten? 

Alkohol kann die Wirkung von Arznei- mitteln verändern. Eine Alkoholunverträglichkeit besteht zum Beispiel bei vielen Psychopharmaka, aber auch bei Mitteln gegen Parkinson und einigen Antibiotika.

Darf ich Auto fahren?

Manche Medikamente machen müde und sollten daher nicht eingenommen werden, wenn man aktiv am Straßenverkehr teilnimmt. Besondere Vorsicht gilt zum Beispiel bei Schlafmitteln, die meist über die Nacht hinaus wirken. Wenn Sie etwa beruflich eine Maschine führen oder Auto fahren müssen, fragen Sie in der Apotheke bitte nach, ob Ihre Medizin das Reaktionsvermögen beeinträchtigen kann.

Verträgt sich das Arzneimittel mit meinen anderen Medikamenten?

Um das beurteilen zu können, muss der Apotheker wissen, welche Arzneimittel Sie einnehmen. Wer Tag für Tag viele Pillen schluckt und sich nicht alle merken kann, sollte einen Zettel mit den Medikamentennamen mit in die Apotheke bringen. Dann kann der Apotheker möglichen Wechselwirkungen auf die Spur kommen. Wichtig: Notieren Sie sich alle Arzneimittel, auch selbst 
gekaufte, die Sie regelmäßig einnehmen.

Vor, zum oder nach dem Essen? Der Apotheker kennt sich aus.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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