Cholesterinbewusst essen und genießen

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Ungünstige Cholesterinwerte können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Steuern Sie gegen: Mit gesunder Kost, regelmäßiger Bewegung und anderen guten Gewohnheiten. 

Cholesterin: Bei diesem Begriff denken viele gleich an „böses“ Blutfett, Herzprobleme und Gefäßverkalkung. Doch der schlechte Ruf, der der fettähnlichen Substanz Cholesterin vorauseilt, ist in dieser Absolutheit ungerechtfertigt. Fakt ist: Cholesterin ist für uns unentbehrlich, an vielen Prozessen im Körper ist es maßgeblich beteiligt. Unter anderem wird Cholesterin für den Zellaufbau und zur Bildung bestimmter Hormone benötigt. Den größten Teil unseres Bedarfs deckt der Organismus übrigens selbst, Cholesterin wird in der Leber produziert. Einen kleineren Teil nehmen wir mit dem Essen auf. 

Die Menge macht’s 

Obwohl Cholesterin lebenswichtig ist, kann es zu einer Gefahr für unsere Gesundheit werden, wenn sich zu viel davon im Blut befindet. Ungünstige Cholesterinwerte können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Ungünstig bedeutet: Das Blut weist zu viel vom „schlechten“ LDL-Cholesterin und zu wenig vom „guten“ HDL-Cholesterin auf. 

Bei welchen Werten es brenzlig wird, lässt sich nicht pauschal beantworten. Vielmehr spielen individuelle Faktoren eine wichtige Rolle, etwa der allgemeine Gesundheitszustand bzw. Vorerkrankungen. Deshalb wird der Arzt die Blutfettwerte immer individuell beurteilen und von Fall zu Fall entscheiden, ob eine medikamentöse Senkung der Cholesterinwerte erforderlich ist.    

Besser essen 

Sind die Werte nur mäßig erhöht? Dann kann es möglich sein, sie allein durch gesunde Lebensgewohnheiten zurück auf Normalniveau zu bringen. Oft raten Arzte ihren Patienten, cholesterinbewusst zu essen. Das heißt: Bevorzugt so zu schlemmen und zu genießen wie am Mittelmeer. Frisches Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Fisch und Olivenöl sind die Hauptakteure auf dem mediterranen Speiseplan. Auch Walnüsse, grüner Tee und Gewürze wie Ingwer und Knoblauch gelten als natürliche Cholesterinsenker. Generell günstig ist eine ballaststoffreiche Kost. Diese wertvollen, weitgehend unverdaulichen Nahrungsbestandteile stecken in pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Salat und Vollkornprodukten.    

Gute Fette wählen

Was die Nahrungsfette angeht, so heißt die medizinische Empfehlung häufig: Tierische Fette wie Butter durch hochwertige Pflanzenfette ersetzen. Lein- und Rapsöl sind reich an wertvollen Omega-3-Fettsäuren, die womöglich regulierend auf den Cholesterinspiegel wirken können. Hervorragende Lieferanten dieser Fettsäuren sind auch fette Seefischarten wie Lachs. 

Auf Milch- und Milchprodukte wie Quark und Käse müssen Menschen mit zu hohen Cholesterinwerten nicht verzichten, wobei es ratsam sein kann, fettarme Varianten zu bevorzugen. Zurückhaltung ist generell bei fettem Fleisch und Wurstwaren sowie bei fettreichem Fastfood geboten. 

Runter mit den Kilos 

Gesunde Essgewohnheiten beeinflussen nicht nur die Cholesterinwerte günstig. Sie helfen auch bei der Gewichtskontrolle. Gut so, denn wer deutlich zu viel auf die Waage bringt, hat nachweislich ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Übergewicht und zu hohe Blutfettwerte gehen oft Hand in Hand.  

Und noch ein Tipp: Gut gegen Gewichtsprobleme und für die Herzgesundheit ist es, sich viel zu bewegen. Bewiesen ist, dass regelmäßiges Training das „gute“ HDL-Cholesterin im Blut erhöhen kann. Beispielsweise moderate Ausdauersportarten wie Walking und Radfahren bieten sich an. Aber auch Alltagsaktivitäten wie Treppensteigen, Gartenarbeit und Spaziergänge sorgen für ein Plus an Fitness und Gesundheit. Welches Bewegungsprogramm im Einzelfall ideal ist, sollten Menschen mit erhöhten Cholesterinwerten mit dem behandelnden Arzt besprechen. 

Quelle: www.ratgebergesund.de

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