Die besten Tipps gegen Verstopfung

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Nichts geht mehr: Streik auf dem stillen Örtchen kennen viele Menschen aus leidvoller Erfahrung. Acht Tipps verraten, wie Sie Ihren Darm aus dem Ruhestand holen.

1 Genug trinken  

Etwa anderthalb bis zwei Liter sollten wir am Tag trinken. Zu wenig Flüssigkeit kann Darmträgheit begünstigen. Wasser ist ein gesunder Durstlöscher, unterstützend können Pflaumen-, Sauerkrautsaft sowie Kaffee helfen. Wichtig zu wissen: Über das „normale“ Maß hinaus zu trinken, hat keinen zusätzlichen Effekt auf die Verdauung. Viel hilft eben nicht immer viel.

2 Ballaststoffe satt

Mehr Ballaststoffe zu essen, um die Darmentleerung zu erleichtern, ist eine gute Idee. Von Natur aus sind die unverdaulichen Nahrungsbestandteile reichlich in Obst, Gemüse, Salaten und Vollkornkost enthalten. Besonders effektiv: Dem trägen Darm mit Weizenkleie, Lein- oder Flohsamen aus der Apotheke auf die Sprünge helfen. Sie besitzen ein besonders hohes Quellvermögen, erhöhen so den Füllungsdruck im Darm und regen seine Eigenbewegung an. Wenn Sie auf Flohsamen und Co. setzen, müssen Sie unbedingt viel trinken, damit die Ballaststoffe ausreichend quellen können. Wichtig zu wissen: Nicht allen Verstopften hilft es, viel zu trinken und ballaststoffreich zu essen – eine Ernährungsumstellung ist aber immer einen Versuch wert.

3 Bewegter Alltag

Sie sind eher ein Bewegungsmuffel und verbringen viele Stunden des Tages im Sitzen? Dann denken Sie um: Jeder Schritt in der Natur bringt den Kreislauf in Schwung, senkt das Stresslevel und unterstützt die gesunde Verdauung. Schon ein 30-minütiger, flotter Verdauungsspaziergang kann Wunder wirken. Allerdings haben auch viele Menschen, die sich im Alltag viel bewegen und regelmäßig Sport treiben, Probleme mit Darmträgheit – ein aktiver Lebensstil ist keine Garantie für eine gute Verdauung.  

4 Natürliche Rhythmen

Stress, Hektik oder auch ungewohnte Orte, etwa auf Reisen, können den Darm lahmlegen. Dann sollten Sie versuchen, sich zu entspannen und genug Zeit für den Stuhlgang einzuplanen. Grundsätzlich gilt: Der Darm freut sich über Gewohnheit, über einen geregelten Tagesablauf und regelmäßige Entleerungszeiten.  

5 Auf den Darm hören

Der Stuhldrang ist da, aber Sie haben gerade keine Zeit oder Gelegenheit, das stille Örtchen aufzusuchen? Wer die Signale seines Körpers häufiger missachtet, bringt die Verdauung durcheinander und muss mit Verstopfung rechnen. Besonders aktiv ist der Darm übrigens am Morgen. Eine gute Idee ist es deshalb, die Toilette gleich nach dem Frühstück aufzusuchen.

6 Medikamente checken

Verstopfung kann auch eine unerwünschte Nebenwirkung von Arzneimitteln sein. So können zum Beispiel starke Schmerzmittel (Opiate), Medikamente gegen Depressionen und entwässernde Präparate (Diuretika) die Darmtätigkeit beeinträchtigen. Fragen Sie den Arzt und den Apotheker, ob Ihre Medizin Einfluss auf die Verdauung haben kann. Setzen Sie verordnete Arzneimittel aber niemals eigenmächtig ab, sondern sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Vielleicht kann er einen anderen Wirkstoff verschreiben, der die Darmtätigkeit nicht einschränkt.  

7 Nachhilfe geben 

Wer unter Verstopfung leidet, muss sich damit nicht abfinden. In der Apotheke gibt es gut untersuchte Abführmittel, die bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sicher wirken. Diese Präparate, die im Medizinerdeutsch Laxanzien heißen, sind in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich – etwa als Pulver, Tabletten und Tropfen zum Einnehmen. Sie enthalten zum Beispiel Macrogole, die den Stuhl aufweichen, sein Volumen vergrößern und so die Verstopfung lösen. Wirkstoffe wie Bisacodyl und Natriumpicosulfat wiederum stimulieren die Dickdarmmuskulatur, greifen aber auch in den Elektrolythaushalt ein, weshalb diese Arzneimittel nicht über längere Zeit genommen werden sollten. Alternativen zu Abführdragees, -tropfen und Co. sind Zäpfchen, die besonders rasch wirken. Erkundigen Sie sich in Ihrer Apotheke, wie welches Mittel wirkt und worauf es bei der Anwendung ankommt.

8 Besser zum Arzt  

Sie leiden erstmals unter einer heftigen Verstopfung? Ober haben immer wieder Probleme mit hartnäckiger Darmträgheit? Dann suchen Sie bitte den Arzt auf, um nach den Ursachen zu forschen. Mitunter steckt eine behandlungsbedürftige Krankheit dahinter, etwa eine Unterfunktion der Schilddrüse oder Diabetes. Immer in die Arztpraxis gehören Kinder und schwangere Frauen, wenn die Stuhlentleerung Probleme bereitet. Für sie kommt eine Selbstbehandlung nicht infrage.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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