Endlich Schluss mit Rauchen!

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Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg von der Zigarette in die rauchfreie Zukunft. Zwar führt dieser Weg eingefleischte Raucher selten über leichte Pfade, doch die Anstrengung lohnt. Und mit unseren Tipps kann es diesmal endlich klappen!

Corona schafft einen zusätzlichen Ansporn für eine ohnehin gute und gesunde Sache: den Verzicht auf den blauen Dunst. Denn bei Rauchern ist die Ansteckungsgefahr höher und die Covid-19-Krankheitsverläufe sind schwerer. Wer Nichtraucher werden möchte, sollte am besten gleich starten und seine Sucht bekämpfen. Unsere Tipps können helfen.

  • Warum wollen Sie Nichtraucher werden? Nehmen Sie sich Zeit für die Motivsuche, notieren sie die guten Gründe auf einen Zettel, den Sie an eine prägnante Stelle hängen, oder im Smartphone mit Erinnerungsfunktion
  • Nähern Sie sich dem Nichtraucherdasein und dem Weg dorthin mit spannenden Informationen unter www.rauchfrei-info.de.
  • Analysieren Sie Ihre Rauchrituale und bauen Sie sich neue kalorienarme Genussmuster: Öffnen Sie ein Fenster, atmen Sie auf dem Balkon oder im Garten durch.   
  • Erzählen Sie allen Freundinnen, Kollegen und Nachbarn, dass Sie Nichtraucher werden wollen – dass setzt Sie auf sanfte Weise unter einen gewissen Erfolgsdruck. 
  • Gute Freunde führen einen nicht in Versuchung. Helfen Sie mit der Bitte um Unterstützung nach, falls Ihnen doch einer eine Packung Glimmstängel hinhält.
  • Suchen Sie nach professionellen Programmen in Ihrer Nähe: www.anbieter-raucherberatung.de braucht nur wenige Klicks für die direkte Suche an Ihrem Wohnort. 
  • Besonders effektiv wirkt die Schlusspunkt-Methode, bei der Sie vom einen auf den anderen Tag aufhören. Schaffen Sie sich dafür ein unterstützendes Umfeld.
  • Den Tabakkonsum zu reduzieren und langsam aufzuhören, etwa nur noch jeden zweiten Tag zu rauchen oder weniger Glimmstängel pro Tag zu entzünden, klingt verlockend, zieht das Ende des Raucherdaseins aber in die Länge und macht Rückfälle wahrscheinlicher.
  • Suchen Sie verhaltenstherapeutische Unterstützung in einer Gruppe: Das gibt Rückhalt und sozialen Druck gleichermaßen. Krankenkassen zahlen Zuschüsse, wenn Kurse als professionell anerkannt werden. Wenn nicht, rechnet sich der Nichtraucherkurs trotzdem, wenn Sie die eingesparten Ausgaben für Zigaretten gegenrechnen. 
  • Eine Telefonberatung, etwa bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), unterstützt die Rauchentwöhnung, denn sie begleitet kostenfrei unter 0 800 8 31 31 31. Die Beratungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 10 bis 22 Uhr und Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
  • Einen Online-Ausstieg aus dem Raucherleben bieten www.nichtraucherhelden.de, BZgA oder Krankenkassen wie die Knappschaft. Auch hier geht es um kontinuierliche Unterstützung.
  • Spezielle Pflaster und Kaugummis, Lutschtabletten und Sprays geben Nikotinersatzstoffe ab. Sie mildern die Entzugserscheinungen und machen nicht nur den anfänglichen Ausstieg leichter. Lassen Sie sich von Ihrer Apothekerin und Ihrem Apotheker beraten, was zu Ihnen und Ihrer Suchtstärke passt.
  • Es gibt in der Apotheke auch rezeptpflichtige Medikamente in Tablettenform, die die Entzugssymptome wirksam mildern und den Abstinenzerfolg erhöhen können. Diese dürfen nur nach ärztlicher Verordnung und unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden. 
  • Stecken Sie Lust-Ersatz ein. Nüsse oder zuckerfreie Kaugummis passen in jede Jackentasche. 
  • Mit Obst- und Gemüse-Sticks haben Sie etwas zwischen den Lippen, vermeiden aber zusätzliche Kilos.
  • Gehen Sie mit Freunden zum Sport oder laufen Sie alleine los – aber ohne Belohnungszigarette.
  • Trainieren Sie Ihren Geruchs- und Geschmackssinn, der durchs Rauchen verloren ging, im Wald und in der Küche.
  • Kaufen Sie sich eine schöne Spardose, in die Sie die Euros werfen, die Sie bisher in Rauch aufgehen ließen. Sparen Sie auf etwas, was Sie schon immer haben oder machen wollten – eine Kamera oder ein Wellness-Wochenende.
  • Jeder hat seine ganz persönlichen Raucherfallen – das Bier zum Feierabend, die Freundinnen in der Raucherecke. Weichen Sie den Versuchungen im Alltag aus, bis Sie sich gefestigt fühlen.
  • Gehen Sie gegen die Suchtattacke an. Tiefes Durchatmen oder eine Entspannungsübung können die Rauchlust schon nach 30 Sekunden bis höchstens drei Minuten vertreiben. 
  • Nach jeder Mahlzeit statt zur Verdauungszigarette zur Zahnbürste zu greifen, das erfrischt und setzt das Nichtraucherziel im Gedächtnis fest.
  • Feiern Sie die Regeneration Ihrer Körpergefühle und Ihrer Sinne – mit einem schönen Kleidungsstück oder einem Restaurantbesuch.
  • Greifen Sie nicht zur scheinbar weniger schädlichen E-Zigarette, sondern überwinden die qualmende Sucht ganz.
  • Machen Sie sich bei einem Rückfall nicht verrückt, sondern legen Sie gleich mit einer neuen Nichtraucherrunde los. Bleiben Sie dran, dann finden auch Sie ganz sicher Ihren rauchfreien Weg.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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