Erkältung: So bleibt die Nase frei

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Eine verstopfte Nase gehört zu den besonders lästigen Erkältungsbeschwerden und wird vor allem nachts zur Qual. Lesen Sie hier, was die Nase befreit.  

Wenn Erkältungsviren in die Nasenhöhlen eindringen, reagieren die Nasenschleimhäute empfindlich: Sie schwellen an, sondern Schleim ab und lösen mitunter heftige Niesattacken aus. Der Erkältete leidet unter einem handfesten Schnupfen. Zuerst läuft die Nase häufig noch, doch im weiteren Erkältungsverlauf sitzt das Riechorgan dann völlig dicht. Der Leidensdruck ist hoch, denn Verschnupfte bekommen kaum noch Luft und können nachts nicht schlafen. Nur zu verständlich, dass sie dann zu rasch wirksamen Nasentropfen oder -sprays mit abschwellender Wirkung greifen.

Schnell wieder durchatmen

Rezeptfrei erhältliche Schnupfensprays, etwa mit den Wirkstoffen Xylometazolin oder Oxymetazolin, sorgen dafür, dass die Schleimhäute abschwellen und sich kein neuer Schleim bildet. Außerdem können sie, rechtzeitig angewandt, oft noch verhindern, dass die Infektion auf die Nasennebenhöhlen übergreift. Das Beste: Schon kurz nach der Anwendung können Erkältungsgeplagte wieder durchatmen. Was für eine Erleichterung!

Doch bei allem Nutzen muss man auch wissen, dass ab-schwellende Arzneimittel nur für den kurzzeitigen Einsatz während der schlimmsten Schnupfenphase gedacht sind. Werden sie länger als etwa eine Woche angewendet, kann das einen gegenteiligen Effekt haben: Die Verstopfung der Nase nimmt zu, sobald die Wirkung des Arzneimittels nachlässt. Dann nämlich wird die Nasenschleimhaut plötzlich stark durchblutet und schwillt an. Das verleitet manch einen dazu, rasch wieder zum Nasenspray zu greifen — der Einstieg in einen Teufelskreis. Betroffene können irgendwann gar nicht mehr ohne Nasenspray auskommen. Um vorzubeugen, gilt: Abschwellende Präparate rechtzeitig, aber immer nur kurzfristig anwenden!

Sanfte Alternativen

Wer bei Schnupfen zu salzhaltigen Nasentropfen oder -sprays greift, muss keine Nebenwirkungen befürchten. Salzhaltige Präparate dürfen auch über einen längeren Zeitraum benutzt werden. Sie sorgen für eine gute Befeuchtung der Nasenschleimhäute und können diese ebenfalls zum Abschwellen bringen, wobei die Wirkung aber meist nicht so schnell einsetzt wie bei den chemischen Mitteln. Eine gute Sache sind auch Nasenspülungen mit speziellen Salzen aus der Apotheke. Nicht empfehlenswert ist es hingegen, Nasentropfen oder -spülungen mit Kochsalz aus der heimischen Küche selbst herzustellen. Denn hier ist die Gefahr einer falschen Dosierung recht hoch. Und auch die Zusammensetzung herkömmlicher Haushaltssalze ist — unter medizinischen Gesichtspunkten — nicht immer ideal.

Dampfinhalationen können bei verstopfter Nase ebenfalls helfen. Sie lindern Entzündungen der Nasenschleimhäute, lassen sie abschwellen und verflüssigen das Sekret in den Nasennebenhöhlen. Zum Inhalieren eignen sich pflanzliche Zusätze wie Kamillenblüten oder Eukalyptusöl. Einfach eine Handvoll Kamillenblüten oder ein paar Tropfen ätherisches Öl in eine Schüssel mit heißem Wasser geben und die Dämpfe — mit einem Handtuch über dem Kopf — fünf bis zehn Minuten einatmen.

Inhalationen können die Nase befreien.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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