Fit dank Freundschaft

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Ob COVID-19 oder Grippe – ein aktives Immunsystem kann Viren Einhalt gebieten. Dabei erweist sich unsere Abwehr in Gesellschaft effektiver.

Allmählich werden die Tage kürzer. Mit dem Herbst beginnt erfahrungsgemäß eine Zeit, die häufig mit Infekten einhergeht. Um gesund und munter in die zweite Jahreshälfte zu starten, bilden eine vitaminreiche Ernährung, körperliche Aktivität und ausreichend Schlaf eine gute Basis. Darüber hinaus tut Sonne viel für die Abwehrkräfte – auf der Haut und im Herzen.

Ausgleich suchen

Stress ist ein Negativfaktor für die Gesundheit, das gilt auch für das Immunsystem. Denn ein dauerhaft angespanntes Nervensystem schwächt die Wirksamkeit von Abwehrzellen. Sie gewöhnen sich an die ständige Belastung und reagieren weniger effektiv auf Angriffe von Krankheitserregern. So macht Dauerstress anfällig für Infektionen aller Art. Alles, was die Stresshormone im Blut sinken lässt, wirkt dem entgegen. Ob Sie dazu Sport treiben, Ruhe in der Natur suchen oder eine der vielen Entspannungstechniken für sich entdecken – es kommt auf die Regelmäßigkeit der Auszeiten an. Versuchen Sie möglichst oft, Atempausen für sich und Ihre Abwehrkräfte in den Alltag zu integrieren – am besten nicht allein, sondern in netter Gesellschaft.

Freundschaften pflegen Gemeinsam lachen, etwas erleben, sich austauschen. Soziale Kontakte schenken wertvolle Momente und geben neue Impulse – auch für die Abwehrkräfte. So zeigten Studien, dass Einsamkeit die Aktivität von Immunzellen herabsetzt und die Anfälligkeit für Viren erhöht, sogar körperliche Symptome verursacht. Es entsteht eine Art sozialer Stress, der den Organismus schwächt. Menschen, die viele Kontakte pflegen und in der Gesellschaft gut integriert sind, profitieren von der entgegengebrachten Anerkennung und dem Gefühl der Zusammengehörigkeit. Familienbande und Freundschaften verleihen Sicherheit und stärken das Selbstbewusstsein. Die positiven Begegnungen setzen Glückshormone frei und stabilisieren das Immunsystem. Belastende Lebenssituationen können dank eines funktionierenden sozialen Netzwerks besser verarbeitet werden.

Ausnahmesituationdurch Corona

Ausgangssperren und Kontakteinschränkungen sind anerkannte Maßnahmen, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Aber Isolation und Quarantäne haben auch ihre Schattenseiten. Das Social Distancing zur Eindämmung des SARS-CoV-2-Virus kann einsam machen, das Risiko für Schlafstörungen und Ängste erhöhen. Darunter leidet auch die Immunabwehr. Wenn Sie nicht vor die Tür gehen können oder möchten, verzichten Sie nicht auf persönliche Kontakte. Das Telefon erlangt in der Corona-Pandemie wieder eine neue Bedeutung. Auch soziale Netzwerke – klug genutzt – fangen das Gefühl des Alleinseins auf. Nutzen Sie die Möglichkeiten und halten Sie Freundschaften aufrecht – komme, was wolle.    

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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