Frohe Ostern!

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Was wäre Ostern ohne das Osterei? In diesen Wochen haben Eier im Handel Hochkonjunktur – und kaum einer lässt es sich nehmen, zum Fest gefärbte und bunt verzierte Eier zu servieren. Was Sie über den Nährwert der kleinen Kraftpakete wissen sollten – und wie Sie sie mit zarten Farben aus der Natur kreativ gestalten können.

Eier gehören zu den hochwertigsten Lebensmitteln überhaupt. Sie sind vor allem hervorragende Eiweißlieferanten. Ihr Eiweiß bzw. Protein besitzt exakt die Zusammensetzung, die der menschliche Körper optimal verwerten kann. Eier lassen sich nicht nur vielfältig zum Kochen und Backen nutzen, sie liefern neben dem Eiweiß alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe. Mit einer Ausnahme: Das Ei enthält kein Vitamin C.

Ansonsten ist die Liste der Vitamine lang; allen voran ist das Vitamin A ein wichtiger Bestandteil. Es ist bedeutsam für Haut und Schleimhaut und hat noch viele andere Funktionen im Körper. Es ist besonders wichtig für das gute Sehen. Vitamin A wird für die Netzhaut gebraucht, die es für die Bildung des Sehpurpurs benötigt. Bei einem Vitamin A Mangel kommt es zu Störungen der Hell-Dunkel Unterscheidung, zur so genannten Nachtblindheit.

Im Ei finden sich auch verschiedene Mineralstoffe: Phosphor sogar mit einem Viertel des Tagesbedarfs von Erwachsenen, zudem Eisen, Calcium, Natrium und Kalium.

Einzig sein hoher Cholesteringehalt hat das Ei immer wieder in Verruf gebracht: Lange standen Eier im Verdacht, das Herzinfarktrisiko zu erhöhen. Heute weiß man, dass das Cholesterin aus Eiern den Cholesterinwert im Blut bei den meisten Menschen nicht beeinflusst – ein maßvoller Konsum gilt als unbedenklich. Wer unter einer Störung des Fettstoffwechsels leidet oder Diabetes hat, sollte sicherheitshalber mit seiner Ärztin bzw. seinem Arzt besprechen, wie viele Eier bedenkenlos verzehrt werden können.

Bunte Eier haben Tradition

Mit dem Osterfest ist das Ei schon seit Urzeiten fest verknüpft: Weil es als Symbol für die Auferstehung Christi gesehen wird, schenkten sich armenische Christen bereits im ersten Jahrhundert nach Christus Eier. Im Mittelalter entstand der schöne Brauch, sich Ostern – und damit zum Ende der Fastenzeit – gegenseitig mit Eiern zu überraschen.

In der orthodoxen Ostkirche überreichte man rote Eier in Erinnerung an das Blut Jesu. In der lateinischen Westkirche kamen auch andere Farben zum Einsatz. Außerdem wurden die Eier ausgeblasen, verziert, mitunter auch beschrieben. Regional entstanden unterschiedliche Bräuche. Besonders kunstvolle Ostereier produzieren auch heute noch die Sorben in der Lausitz mit ihren aufwendigen, mehrschichtigen Färbeverfahren in Wachs- und Kratztechnik. Übrigens werden die Eier traditionell am Karsamstag gefärbt.

Zarte Farben aus der Natur

Wer Ostereier selbst färbt und bemalt, pflegt eine schöne Tradition. Die üblichen Ostereier-Farben gibt es überall zu kaufen. Zwar sind sie als Lebensmittelfarben zugelassen, doch die künstlichen Farben können bei bestimmten Personen zu einer Allergie führen, wenn sie durch feine Risse in der Schale ins Ei eindringen. Auf der sicheren Seite ist, wer auf natürliche Färbemittel zurückgreift: Rote-Beete-Sud zaubert hübsche Rottöne in unterschiedlicher Intensität je nach Einwirkungsdauer. Rotkohl-Sud ergibt ein zartes Violett. Verschiedene Grüntöne erzielen Sie mit Spinat, Petersilie oder Mate-Tee, ein schönes Blau mit Holunderbeeren oder Blaubeer-Sud. Curcuma sorgt für einen kräftigen Gelbton, Schwarztee-Beutel färben Braun. Weitere Färbe-Zutaten wie Alaun und Pottasche, mit deren Hilfe die Farben besser leuchten, bekommen Sie auch in Ihrer Apotheke. Für schönen Glanz zum Abschluss sorgt eine Politur mit Salatöl oder Speck.

Wie frisch ist das Ei?

Vorsicht sollte man übrigens beim Ausblasen roher Eier walten lassen. Dabei kann es theoretisch zu einer Salmonelleninfektion mit sehr unangenehmen Folgen kommen, denn die Bakterien befinden sich möglicherweise außen auf dem Ei. Deshalb zum Ausblasen nur frische und saubere Eier verwenden und sie vorher zudem vorsichtig abwaschen. Tipp: Am besten nicht direkt mit dem Mund pusten, sondern mit einem dünnen Strohhalm. Die Frische eines Eis lässt sich ganz leicht anhand des Legedatums berechnen: Das auf der Packung aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum abzüglich 28 Tage ergibt das Legedatum. Und wer ein paar Eier zu viel gefärbt hat: Hart gekochte Eier halten sich im Kühlschrank mindestens zwei Wochen.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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