Gewürze: Duftend, wohltuend, gesund

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Sie duften aromatisch, schmecken himmlisch, verleihen süßen und herzhaften Speisen ihre charakteristische Note: Gewürze sind nicht nur zur Weihnachtszeit in aller Munde.

Gewürze zählen zu den ältesten Handelsgütern. Die exotischen Aromastoffe konnte sich früher nur die Ober-schicht leisten, heute dürfen sie in keinem Kochtopf fehlen. Gewürze verbessern nicht nur den Geschmack, sondern auch die Verträglichkeit und Haltbarkeit von Speisen. So beugt Pfeffer der Fleischfäulnis vor und regt, wie der Chili, die Magensäfte an. Auch zahlreiche winterliche Gewürzklassiker wirken verdauungsfördernd und sorgen so dafür, dass weder Weihnachtsbraten noch Plätzchen allzu schwer im Magen liegen.

Anis: Die süß-aromatischen Früchte schmecken lecker in Plätzchen. Sternanis schmeckt intensiver und verleiht zum Beispiel Grog oder Schwarztee eine besondere Note. Anis ist nicht nur lecker, sondern auch gesund: Die Früchte der Anispflanze wirken krampf- und schleimlösend und beruhigen die Atemwege. Als Tee zubereitet, kann Anis gemeinsam mit Fenchel bei Husten eingesetzt werden und die Kombination Anis-Fenchel-Kümmel lindert Magenbeschwerden und Blähungen.

Gewürznelken: Die Blütenknospen des Gewürznelkenbaums duften intensiv und eignen sich zum Würzen von Fleischgerichten, Marinaden, Backwaren, Desserts und Getränken. Ihr ätherisches Öl desinfiziert und lindert Zahnschmerzen. Nelkenöl gibt es in der Apotheke.

Ingwer: Die Sprossknolle schmeckt frisch oder getrocknet brennend-aromatisch. Als Gewürz ist Ingwer vielseitig verwendbar, etwa in Weihnachtsgebäck, Konfekt, Fisch-, Fleischgerichten und Chutneys. Plus für die Gesundheit: Ingwer besänftigt den nervösen Magen und kann Übelkeit vertreiben. Frisch geschnittener, etwas gepresster Ingwer wirkt zusammen mit „Heißer Zitrone“ und Honig wegen seiner entzündungshemmenden Eigenschaften auch gut bei beginnender Erkältung mit Halsschmerzen.

Kardamom: Ein oder zwei der getrockneten Samenkapseln zu kauen sorgt für frischen Atem, gemahlen macht eine Prise den Kaffee bekömmlicher, weiß man im Orient. Der süßlich-brennende Kardamom regt Kreislauf und Stoffwechsel an. Gut zum Würzen von Plätzchen, Brot, Süßspeisen und Marinaden.

Muskatnuss: Dieses Gewürz kann
bei nahezu jedem Kartoffelgericht verwendet werden — dazu genügt eine Messerspitze! Frisch gerieben und sparsam dosiert, passt Muskatnuss auch zu Suppen, Soßen, Gemüse und Gebäck. Eine richtige Nuss ist
die Muskatnuss übrigens nicht: Am Muskatnussbaum wachsen aprikosen-
ähnliche Früchte — die „Nuss“ ist ihr Samen.

Piment: Die getrockneten Beeren haben ein nelkenähnliches, muskatig und pfeffriges Aroma, würzen Gebäck, Soßen, Fisch- und Fleischgerichte, Beizen und Marinaden.

Vanilleschoten: Dahinter verbergen sich die länglichen getrockneten Fruchtkapseln einer Kletterorchidee. Sind die dunklen Schoten mit Vanillinkristallen weiß bereift, gilt das als Qualitätsmerkmal. Echte Vanille duftet wunderbar und aromatisiert alle süßen Speisen und Backwaren. Die Schoten können übrigens mitgekocht werden.

Zimt: An die meisten weihnachtlichen Rezepte gehört eine Prise Zimt. Das Gewürz aus der Innenrinde des Zimtbaums schmeckt leicht süß-würzig und hocharomatisch. Der beste Zimt stammt aus Sri Lanka (Ceylon-Zimt oder Kaneel) und ist unentbehrlich bei Backwaren und Kompotten. Cassia-Zimt schmeckt etwas herber und enthält größere Mengen Cumarin.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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