Impulse für Ihr Immunsystem

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Wenn wir älter werden, lässt die Schlagkraft der körpereigenen Abwehr nach. Wir werden anfälliger für Infekte. Umso wichtiger ist es dann, das Immunsystem gezielt zu unterstützen. 

40, 50, 60 Jahre – und plötzlich sind wir im Rentenalter, gehören offiziell zu den Senioren. Alt fühlen müssen wir uns deshalb aber nicht. Auch mit 70 oder 80 Jahren sind viele Menschen heutzutage beneidenswert fit – körperlich in Topform, geistig auf Zack, viel unterwegs und immer neugierig auf Neues. Doch trotz aller Vitalität haben die vielen Lebensjahre ihre Spuren hinterlassen. Die Haut ist sichtbar dünner und faltiger geworden, die Gelenke weisen spürbare Verschleißerscheinungen auf, die Muskelmasse hat abgenommen … 

Auch die Abwehr kommt in die Jahre

Und unser Immunsystem, das krankmachende Keime und entartete Zellen meist zuverlässig beseitigt hat? Auch das kommt in die Jahre. Die Zellen und Organe der körpereigenen Abwehrtruppe arbeiten nicht mehr ganz so effizient wie früher. Unter anderem nimmt die Antikörperbildung im Alter tendenziell ab, die Kommunikation zwischen bestimmten Abwehrzellen funktioniert nicht mehr so reibungslos, und neue Informationen über bislang unbekannte Erreger können nicht mehr so schnell gespeichert werden. Die Folge: Wir werden insgesamt anfälliger für Infektionskrankheiten, die im Alter zudem oft schwerer und komplikationsreicher verlaufen. Das hat nicht zuletzt die Corona-Pandemie auf erschreckende Weise gezeigt. 

Wie schnell die Immunabwehr im Laufe des Lebens nachlässt, hängt aber nicht von der Anzahl der gelebten Jahre ab. Studien beweisen, dass die Schlagkraft und Leistungsfähigkeit der körpereigenen Abwehrtruppe in direktem Zusammenhang zu anderen Gesundheitsparametern stehen. Das bedeutet: Wer im Alter körperlich fit und aktiv ist, darf sich meist auch über eine bessere Immunfunktion freuen als ein Gleichaltriger, der einen wenig gesundheitsfördernden Lebensstil pflegt. 

Die Zeit ein wenig zurückdrehen 

Zumindest ein Stück weit haben wir es also in aller Regel selbst in der Hand, unsere biologische Uhr ein wenig zurückzudrehen und das Immunsystem frisch zu halten. Unsere Tipps verraten, was ältere Menschen tun können, um ihre Abwehrkräfte zu stärken und jetzt, zu Beginn der kälteren Jahreszeit, winterfit zu machen. 

In Bewegung kommen:

Laufen, Schwimmen, Radfahren, Tanzen – jede Form von Bewegung unterstützt die Immunabwehr effektiv. Voraussetzung für den Erfolg: Senioren trainieren regelmäßig und moderat, also ohne sich zu verausgaben. 

Frisch und bunt essen:

Gemüse, Obst und Salat liefern reichlich wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Erstklassige Vitalstoff-Lieferanten sind beispielsweise Brokkoli, Grünkohl, Möhren, Kürbis, Zitrusfrüchte und Trauben. 

Genug trinken:  

Das gilt auch, wenn das Durstgefühl im Alter nachlässt. Anderthalb bis zwei Liter sollten es täglich sein. Wasser sowie ungesüßte Früchte- und Kräutertees sind gesunde Durstlöscher. Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach leckeren Sorten!

Darmpflege betreiben:

Etwa 80 Prozent aller Immunzellen befinden sich im Darm. Bestimmte Bakterienstämme können die Darmgesundheit fördern. Sie stecken unter anderem in fermentierten Lebensmitteln wie Naturjoghurt, Kefir und Sauerkraut sowie in speziellen Probiotika aus der Apotheke.   

Finger weg von der Zigarette:

Tabakrauch schwächt das Immunsystem und trocknet die Schleimhäute aus. Dann haben Krankheitserreger wie Erkältungsviren ein leichtes Spiel, in den Körper einzudringen. Auch Alkohol lähmt die Immunzellen und lässt sie träge werden.

Süß schlummern:

Idealerweise jede Nacht sieben bis acht Stunden, um dem Immunsystem Gutes zu tun und die Bildung neuer Abwehrzellen zu fördern. Wer auf Dauer zu wenig schläft, hat Studien zufolge ein erhöhtes Infektionsrisiko. 

Die Heilkraft der Natur nutzen: 

Zahlreiche Heilpflanzen verfügen über immunstimulierende Eigenschaften, darunter roter Sonnenhut, Taigawurzel und Lebensbaum. Sie können etwa dann helfen, wenn sich eine Erkältung anbahnt. Ihre Apothekerin und Ihr Apotheker können beurteilen, für wen entsprechende Präparate geeignet sind. 

Stress reduzieren:

Wenn wir dauerhaft unter Strom stehen, zirkuliert zu viel vom Stresshormon Cortisol im Blutkreislauf – das ist schlecht für die Abwehr. Um Stress abzubauen, eignen sich Yoga und ähnliche Entspannungsverfahren.   

Quelle: www.ratgebergesund.de

Bildnachweis: ©andyller – stock.adobe.com