Kürbis: Dicker Freund der Blase

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Rund 800 Arten verschiedener Speise- und Zierkürbisse sind weltweit bekannt. 

Für die Gesundheit spielt vor allem der Gartenkürbis eine wichtige Rolle.

Ob im Auflauf oder zu einer schmackhaften Suppe verarbeitet, ob aus der Pfanne oder dem Backofen, ob als Chutney, Salat oder Dessert: Der Kürbis bringt frische Farbtupfer, besten Geschmack und gesunde Abwechslung auf den Speiseplan. Und auch in der Medizin wird der dickleibige Verwandte von Gurke und Melone geschätzt. Botanisch betrachtet handelt es sich beim Kürbis um eine Beere – aber um eine außergewöhnlich schwere. Mehrere hundert Kilo bringt so mancher Riesenkürbis auf die Waage. 

Von gesundheitlichem Nutzen ist vor allem der gemeine Kürbis, der auch als Garten- oder Arzneikürbis bekannt ist. Charakteristisch für den gesunden Koloss mit dem lateinischen Namen Cucurbita pepo sind seine niederliegenden oder kletternden Stängel, die eine Länge von bis zu zehn Metern erreichen, und seine großen, borstig behaarten Blätter. Die Früchte kommen, je nach Art, in unterschiedlichen Formen und Farben daher und haben einen durchschnittlichen Durchmesser von 15 bis 40 Zentimetern. 

Wertvolle Kerne 

Von arzneilicher Bedeutung sind die Kürbissamen, die im Volksmund auch als Kürbiskerne bezeichnet werden. Sowohl in der Natur- als auch in der Schulmedizin werden Kürbissamen schon seit langem erfolgreich verwendet – die Reizblase sowie Beschwerden beim Wasserlassen, die auf eine gutartige Prostatavergrößerung zurückzuführen sind, gehören zu den Einsatzgebieten der pflanzlichen Medizin. Wer kürbishaltige Arzneimittel über einen längeren Zeitraum einnimmt, kann Beschwerden wie häufigen Harndrang und Restharnbildung lindern. 

Verantwortlich für die positive Wirkung auf die Blase sind unter anderem die in den Kernen enthaltenen Sterole sowie ihre wertvollen Vitalstoffe, darunter Vitamin E, Magnesium und Selen. Die arzneilich wirksamen Substanzen können unter anderem dazu beitragen, die Blasenmuskulatur zu kräftigen, eine Überreaktion der Blasenrezeptoren zu unterdrücken und so Probleme beim Wasserlassen zu lindern. Kürbiskerne helfen jedoch nicht nur bei männlichen und weiblichen Blasenproblemen, sondern sind auch gesunde Knabbereien. Darüber hinaus wird aus den Kernen bestimmter Sorten das schmackhafte Kürbiskernöl gewonnen.

Amerikaner mit Tradition 

Ursprünglich stammt der Gartenkürbis aus Nord- und Mittelamerika, wo er seit Tausenden von Jahren angebaut wird. Seine Geschichte lässt sich bis zu den mexikanischen Ureinwohnern zurückverfolgen. Bereits den Indios Nordamerikas war seine heilsame Wirkung bekannt: Sie setzten Kürbiskerne gegen Fieber und Vergiftungen ein. Und sogar gegen Würmer verzehrte man die Kerne. Kolumbus brachte die heutige Kulturform von Cucurbita pepo mit nach Europa. Heute wird der Gartenkürbis weltweit angebaut.

Kürbis-Kunde  

Nur ein Teil der etwa 800 Kürbisarten ist essbar, bei den meisten Mitgliedern der riesigen Kürbisfamilie handelt es sich um reine Zierpflanzen, die ausschließlich optische Reize bieten. Zu den kulinarischen Leckerbissen zählen unter anderem Muskat-, Butternut- und Hokkaidokürbis.

Quelle: STORCK NEWS

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