Ostern – 6 Mythen rund ums EI

Allgemein
mailenmailen druckendruckenvorlesen vorlesen

Wir erfreuen uns an den bunten Eiern und greifen auch nach Ostern noch gerne zu. Doch wie gesund sind die leckeren Naturprodukte eigentlich? Rund um diese Frage ranken sich viele Mythen. Wir nehmen die häufigsten unter die Lupe.

Mythos 1: Eier erhöhen den Cholesterinspiegel

Nein, Studien geben Entwarnung. Eier enthalten zwar viel Cholesterin, was aber kaum Einfluss auf den Cholesterinspiegel im Blut und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat. In Eiern steckt zudem Lecithin – ein fettähnlicher Stoff, der die Cholesterinaufnahme hemmt. Untersuchungen zeigen: Ein Ei pro Tag erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme kaum.

Mythos 2: Je gelber der Dotter, desto besser das Ei

Stimmt nicht. Der Farbton des Dotters sagt lediglich etwas über die Zusammensetzung des Hühnerfutters aus. Da viele Verbraucher sattgelbe Dotter bevorzugen, werden oft Carotinoide ins Futter gemischt. Sie verleihen dem Eigelb eine kräftigere Färbung.

Mythos 3: Vorsicht, wenn der Dotter verfärbt ist

Kein Grund zur Sorge: Ein grünlich-bläulicher Rand am Dotter wirkt zwar nicht so appetitlich, ist aber harmlos. Er bildet sich, wenn das Ei länger als zehn Minuten gekocht wird. Dann gehen das Eisen im Eigelb und der Schwefel im Eiklar eine chemische Verbindung ein.

Mythos 4: Bunte Eier gehören ins Kühlregal

Nicht zwingend, hart gekochte Eier dürfen im Supermarkt oder beim Bäcker ungekühlt angeboten werden und können auch bei Zimmertemperatur gelagert werden. Da die Schale mit einem Lack versiegelt wird, sind die Eier länger haltbar und besser vor Keimen geschützt. Vorsicht aber, wenn die Schale angeknackst ist.

Mythos 5: Eier enthalten kaum Vitamine

Im Gegenteil, sie liefern viele Vitamine. Neben größeren Mengen der Vitamine A und E enthalten Eier auch Vitamin D, das nur in wenigen Lebensmitteln vorkommt. Unser Körper bildet es größtenteils selbst, wenn UV-Licht auf die Haut strahlt. Nach dem Winter kann es am »Sonnenvitamin« mangeln, da bieten sich Eier als gute Quelle an. Übrigens haben Freiland-Eier einen besonders hohen Vitamin-D-Gehalt. Denn auch Hühner produzieren es mithilfe von Sonnenlicht. Insgesamt sind Eier echte Nährstoffpakete, die neben der Vitaminvielfalt auch mit wichtigen Mineralstoffen, gesunden Fetten und einem hohen Proteingehalt aufwarten.

Mythos 6: Bio-Ei ist gleich Bio-Ei

Stimmt nicht ganz. Bio-Eier sind zwar stets eine gute Wahl, kleine Unterschiede gibt es aber schon. Dass es sich um solche handelt, belegen Begriffe wie »Öko« oder »Bio«, diese Bezeichnungen sind gesetzlich geschützt. Auch der Code direkt auf dem Ei zeigt die Herkunft: Die Ziffer 0 steht für ökologische Erzeugung. Zusätzlich geben das EU-Bio-Siegel sowie das grüne EU-Bio-Logo auf der Schachtel Orientierung beim Einkauf. Wer Wert auf strengere Kriterien legt, kann auf Öko-Siegel von Demeter, Bioland oder Naturland achten.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

Bildnachweis: ©Artenauta – stock.adobe.com