Schon wieder erkältet? -Rasche Hilfe aus der Apotheke

Allgemein HNO-Arzt
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Schnupfen, Husten, Heiserkeit – die Erkältungssaison hat begonnen. Was man tun kann,
um möglichst schnell wieder fit zu werden, verraten unsere Tipps und Tricks.

Wenn der Hals kratzt, die Nase kribbelt und man sich schlapp fühlt, ist mal wieder eine Erkältung im Anmarsch. Doch ignorieren viele Betroffene diese frühen Warnsymptome und geben weiter „Vollgas“. Falsch, wissen Experten. Richtig ist es, bei einem beginnenden grippalen Infekt kürzer zu treten, Überlastungen zu vermeiden, sich vitaminreich zu ernähren, für ein gutes Raumklima zu sorgen und die Abwehrkräfte zu unterstützen.

Um das Immunsystem auf Trab zu bringen, haben sich pflanzliche Präparate aus der Apotheke bewährt. In ihnen entfalten Arzneipflanzen wie Sonnenhut, wilder Indigo oder Eibischwurzel ihre Wirkung. Bewährt hat sich auch das Spurenelement Zink: Es kann die Dauer einer Erkältung verkürzen und die Schwere der Symptome vermindern. 

Viel trinken

Viele Erkältete möchten die Beschwerden möglichst sanft lindern. Dazu eignen sich zum Beispiel Erkältungstees, die den Körper gleichzeitig mit viel Flüssigkeit versorgen. Mindestens zwei Liter sollten Erkältete täglich trinken, bei Fieber noch mehr, um die Schleimhäute feucht und das Sekret flüssig zu halten. Erkältungsklassiker sind schweißtreibende Kräutertees mit Linden- und Holunderblüten. Gegen Husten hilft beispielsweise ein Teeaufguss mit Thymian.

Bei Halsschmerzen ist es sinnvoll, den angegriffenen Rachen warm zu halten, mit Salbei- oder Kamillentee zu gurgeln und Eukalyptus- oder Salbeibonbons zu lutschen. Bewährt haben sich auch Halspastillen mit Isländisch Moos. Bei stärkeren Beschwerden können Halsschmerztabletten mit lokal betäubenden Inhaltsstoffen helfen. 

Besser durchatmen

Gegen Schnupfen, eines der Leitsymptome einer Erkältung, helfen salzhaltige Nasensprays oder spezielle Kombinationen ätherischer Öle wie Eukalyptus, Pfefferminze, Kamille, Salbei und Thymian. Sie beruhigen die gereizten Schleimhäute, schützen sie vor dem Austrocknen und befreien sanft die verstopfte Nase. Ist die Nase jedoch komplett „dicht“, führt oft kein Weg an abschwellenden Nasentropfen mit Wirkstoffen wie Oxymetazolin oder Xylometazolin vorbei. Sie sorgen für eine bessere Belüftung der Nase und der Nasennebenhöhlen. Das hilft, frei durchzuatmen und nachts besser zu schlafen. Wichtig: Bitte immer nur kurzfristig anwenden!

Bei Husten mit Schleimbildung gilt: Nicht unterdrücken, sondern das Abhusten erleichtern. Dazu eignen sich unterschiedliche synthetische und pflanzliche Hustenlöser, etwa Acetylcystein, Ambroxol oder Extrakte aus Efeublättern, Thymian und Primelwurzel. Vom produktiven Husten mit Schleimbildung unterscheidet sich trockener Reizhusten, der häufig zu Beginn einer Erkältung auftritt. Hier sind synthetische Hustenstiller oder pflanzliche Präparate mit Schleimstoffen aus Eibischwurzel, Isländisch Moos und Spitzwegerich gute Helfer.

Schnupfen-Knigge

• Nicht in die Hände, sondern in die Armbeuge husten und niesen.

• Aufs Händeschütteln und auf Umarmungen verzichten.

• Hände säubern: Gründlich waschen, evtl. auch sanft desinfizieren.

• Papiertaschentücher nur einmal benutzen und in einen Mülleimer mit Deckel werfen. 

Erkältungstees sind eine Wohltat.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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