Schutz ist Pflicht

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Masern sind hochansteckend. Eine Impfung schützt davor. Seit kurzem ist der Pieks für Kinder in Deutschland Pflicht

Was ist neu?

Im März ist das Masernschutzgesetz in Kraft getreten. Es regelt, dass Kinder ab einem Jahr nur dann in die Kita oder Schule aufgenommen werden dürfen, wenn sie gegen Masern geimpft sind. Eltern müssen nachweisen, dass der Nachwuchs die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfungen bekommen hat. Impfpflicht besteht zudem für Tagesmütter und -väter, Erzieher, Lehrer und Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die nach 1970 geboren sind. Für Kinder, die schon in der Kita oder Schule sind, muss der Impfnachweis bis zum 31. Juli 2021 vorgelegt werden. Ein nicht geimpftes Kind kann zum Beispiel vom Kindergartenbesuch ausgeschlossen werden.

Wozu das Gesetz?

Es soll die Ausbreitung von Masern verhindern. Bisher waren die Impflücken zu groß, um dieses Ziel zu erreichen. Statistiken belegen es: Zwar haben etwa 97 Prozent der Schulanfänger die erste Impfung gegen Masern erhalten, die zweite jedoch nur etwa 93 Prozent. Zwei Injektionen sind aber erforderlich, um zuverlässig vor der Virusinfektion geschützt zu sein. 

Wer profitiert davon?

Ein vollständiger Impfschutz bewahrt nicht nur den Einzelnen lebenslang vor einer Ansteckung, sondern auch diejenigen, die nicht geimpft werden können – zum Beispiel Säuglinge, Schwangere und chronisch Kranke. Herden-immunität heißt der Fachbegriff. 

Was muss ich wissen?

Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit! Die hochansteckende Virusinfektion geht häufig mit Komplikationen und Folgeerkrankungen einher, schlimmstenfalls kommt es zu einer tödlich verlaufenden Gehirnentzündung. Die Masernimpfung ist gut verträglich. Leichte Impfreaktionen wie Rötung der Einstichstelle und mäßig erhöhte Körpertemperatur sind in aller Regel harmlos.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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