Sensible Sehorgane – Entspannte Augen

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Sie brennen, tränen, jucken und sind unnatürlich gerötet – gereizte Augen können sehr lästig und quälend sein. Glücklicherweise gibt es Maßnahmen und Mittel, die sie ruckzuck beruhigen.  

Unsere Sehorgane sind sehr empfindlich und leiden etwa unter rauem Wind, trockener Heizungsluft, Staub und grellem Sonnenlicht. Auch Schlafmangel, stundenlange Bildschirmarbeit, heftiges Reiben und andere Einflüsse setzen den Augen zu. Warum eigentlich? 

Empfindlicher Tränenfilm

Durch regelmäßiges Blinzeln wird ein Tränenfilm gleichmäßig über das Auge verteilt. Er pflegt und schützt die Augenoberfläche und versorgt sie mit Sauerstoff sowie Nährstoffen. Wird dieser sensible, aus drei Schichten bestehende Tränenfilm beschädigt, etwa durch Tabakqualm, hat das unmittelbare Folgen. Es wird weniger Tränenflüssigkeit produziert und die Augen werden nicht mehr mit ausreichend Flüssigkeit versorgt. Äußerlich macht sich das durch Rötung der Bindehäute, unter Umständen auch des Augenweiß, bemerkbar. Hinzu kommt ein unangenehmes Trockenheits- und Fremdkörpergefühl, auch „Sandkorngefühl“ genannt.

Was hilft?

Bei gelegentlichen und nur kurz andauernden Beschwerden können sich Leidgeplagte mit freiverkäuflichen Augentropfen, -salben oder -cremes aus der Apotheke behelfen. Auch Augenbäder, bei denen die Augen in eine beruhigende, pflegende Lösung, unter anderem mit Aloe vera, getaucht werden, versprechen rasche Linderung. Wenn die Probleme jedoch länger andauern, sich gar verschlimmern, sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen, um eine Erkrankung auszuschließen.

„Durstige“ Augen

Die meisten Augenmittel haben einen Zweck: die fehlende Feuchtigkeit auszugleichen. Deshalb enthalten viele Augentropfen oder -salben z. B. Hyaluronsäure, die vor allem für ihre hydratisierende Wirkung bekannt ist. Dabei wirken Augentropfen nicht nur lindernd, sie können auch Beschwerden vorbeugen. Viele Kontaktlinsenträger nutzen sie regelmäßig, und auch bei der Bildschirmarbeit werden sie gezielt eingesetzt. Verwenden Sie Augensalben am besten vor dem Schlafengehen, denn die Sicht wird dadurch möglicherweise vorübergehend getrübt. Werden die Augen über einen längeren Zeitraum geschlossen, kann außerdem der Cremefilm besser seine regenerierende Wirkung entfalten.

Natürlich unterstützen

Um gereizte Augen natürlich zu beruhigen und zu erfrischen, kommen auch Präparate mit pflanzlichen Inhaltsstoffen zum Einsatz. Zu den bekanntesten zählt Augentrost, botanisch Euphrasia officinalis. Schon seit Jahrhunderten wird die Heilpflanze zur Behandlung von Augenbeschwerden eingesetzt und soll in Form von Augentropfen zum Beispiel Beschwerden bei nichtinfektiösen Bindehautentzündungen lindern. Bei eitrigen Bindehautentzündungen können Augentropfen mit Ringelblume (botanisch Calendula) unterstützend zur ärztlichen Medikation eingesetzt werden. Insbesondere bei trockenen Augen wird auch der Malve eine gute Wirksamkeit zugeschrieben.   

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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