Sommer, Sonne, dicker Schädel

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Viele Menschen plagen sich jetzt mit hitzebedingten Kopfschmerzen herum. Wer die Auslöser kennt, kann gezielt gegensteuern.

Ob pulsierend oder pochend, hämmernd oder dröhnend: Kopfschmerzen sind immer eine Qual.
Je höher das Thermometer klettert, umso heftiger leiden viele von uns unter dem Tumult im Oberstübchen. Die Ursachen sind vielfältig: Hitze, grelles Sonnenlicht und erhöhte Ozonwerte machen nicht nur wetterfühligen Köpfen zu schaffen.

Vorsicht, Hirnfrost

Sogar ein köstliches Eis, das uns den Tag versüßen soll, kann prompt einen stechenden Schmerz in der Stirngegend hervorrufen – den sogenannten Kältekopfschmerz. Er fühlt sich an, als würde das Gehirn einfrieren. Deshalb wird das Phänomen als „brain freeze“, zu Deutsch Hirnfrost, bezeichnet. Doch keine Sorge: Unsere Denkzentrale ist nicht wirklich in Gefahr, wenn der Kältekopfschmerz einschießt.

Ausgelöst wird er bei warmem Wetter durch einen starken Kältereiz im hinteren Gaumen. Studien haben gezeigt, dass sich die gehirnversorgenden Blutgefäße durch diesen Reiz blitzschnell zusammenziehen und dann sofort reflektorisch erweitern, um die Blutversorgung des Gehirns zu sichern. Eine Theorie besagt, dass die Erweiterung der Blutgefäße und der damit erhöhte Blutfluss den kurzzeitigen, stechenden Schmerz hervorrufen. Jedoch: Über die exakten Ursachen des Hirnfrostes rätseln Wissenschaftler bis heute. Vorbeugen kann, wer Eis vor dem Herunterschlucken im Mund anwärmt, also zum Schmelzen bringt, und auf eiskalte Getränke verzichtet.

Viel trinken

Ein weiterer klassischer Kopfwehauslöser ist der hohe Wasser- und Salzverlust unseres Körpers, den schweißtreibende Sommerhitze mit sich bringt. Das Blut wird dickflüssiger. Die Blutgefäße weiten sich, es kommt zu einem Blutdruckabfall. Der niedrige Blutdruck kann Kopfschmerzen verursachen. Die wichtigste Vorbeugemaßname: Viel Flüssigkeit tanken! Während wir normalerweise mindestens 1,5 Liter am Tag trinken sollten, braucht der Körper bei 30 Grad im Schatten deutlich mehr Wasser. Experten raten, über den Tag verteilt immer wieder zum Wasserglas zu greifen.

Gereizte Nerven

Schließlich kann auch gleißendes Sonnenlicht Kopfschmerzen oder Migräne auslösen. Denn es reizt die Nerven im Gehirn. Einen guten Schutz bieten Sonnenbrille und Kopfbedeckung. Der Sonnenhut bewahrt die Kopfhaut und die darunter liegenden Blutgefäße und Nerven vor Sonnenschäden.  Experten raten Kopfschmerzkandidaten zudem, Parfum und andere Duftstoffe im Sommer nur sparsam zu verwenden. Denn bei Hitze wirken sie intensiver und können bei geruchsempfindlichen Menschen einen Brummschädel hervorrufen. Vor allem Migränegeplagte reagieren auf sehr intensive Wohlgerüche sensibel. Sogar Pfefferminzöl, normalerweise ein gutes Hausmittel gegen Spannungskopfschmerzen, wird jetzt mitunter nicht gut vertragen. Ist der Schmerz unter der Schädeldecke erst da, sorgen Ruhe, Schatten und ein kühles, feuchtes Tuch auf der Stirn für Linderung. Wer nicht geruchsempfindlich ist, kann ein paar Tropfen Minzöl auf Schläfen und Stirn geben. Bei ausgeprägtem Kopfweh oder einer Migräneattacke hilft oft nur noch die Schmerztablette.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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