Tabletten richtig einnehmen

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Damit Medikamente helfen können, müssen sie ordnungsgemäß und zur richtigen Zeit eingenommen werden. Unsere Tipps machen es leichter.

Überblick behalten

Vor allem ältere Menschen, die unter chronischen Krankheiten leiden, müssen oft viele Pillen einnehmen. Da ist es nicht leicht, den Durchblick zu behalten. 

Lösung: In einer Arzneimittel-Kassette aus der Apotheke lassen sich Tabletten nach Wochentagen und Einnahmezeitpunkten — morgens, mittags, abends — vorsortieren. Wichtig ist es auch, sich eine Liste mit allen verordneten und selbst gekauften Medikamenten anzulegen. Schreiben Sie auf, welche Mittel Sie einnehmen und was wogegen hilft. 

Vorsicht: Auch wenn Ihnen die Menge der täglich einzunehmenden Medikamente Kopfzerbrechen bereitet: Setzen Sie verordnete Medikamente nie auf eigene Faust ab. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und Apotheker, wenn Sie besorgt sind.

Mühelos schlucken

Viele Patienten haben Schwierigkeiten damit, Tabletten zu schlucken — etwa, weil die Tabletten zu groß sind oder schlecht rutschen.  

Lösung: Die richtige Technik erleichtert die Einnahme: Stellen Sie sich fürs Tablettenschlucken hin, und beugen Sie den Kopf leicht nach vorne (nicht nach hinten!). Nehmen Sie zur Einnahme reichlich stilles Wasser in den Mund, und trinken Sie viel Wasser nach. Wenn es trotz guter Technik schwerfällt, die Medikamente zu schlucken, sollten Sie sich an den Arzt und den Apotheker wenden. Vielleicht ist es möglich, anstelle der klassischen Tabletten Dragees oder Filmtabletten zu verordnen. Diese Arzneimittel haben einen Überzug und rutschen deshalb besser abwärts.

Vorsicht: Nehmen Sie Tabletten möglichst mit Wasser ein. Fruchtsäfte oder Milch können die Wirkung einiger Arzneimittel beeinträchtigen. Fragen Sie im Zweifel in Ihrer Apotheke nach. Versuchen Sie auch nicht ihre Arzneimittel im Liegen zu schlucken. 

Richtig teilen

Oft verordnet der Arzt Medikamente, die vor der Einnahme geteilt werden müssen. Doch das Halbieren der Tabletten ist manchmal ein schwieriges Unterfangen. 

Lösung: Am besten halbieren lässt sich eine Tablette durch kurzes, kräftiges Auseinanderbrechen mit den Fingern oder auf einer festen Unterlage durch schnellen, gezielten Druck. Gelingt dies nicht, leistet ein Tablettenteiler aus der Apotheke gute Dienste. 

Vorsicht: Auf keinen Fall sollten Sie versuchen, die Pillen mit dem Küchenmesser zu teilen. Denn dabei zersplittern sie häufig. Außerdem ist das Verletzungsrisiko recht groß.

Was ist was? 

  • Tabletten ohne Überzug haben eine stumpfe Oberfläche.
  • Dragees und Filmtabletten sind mit einer glatten Schicht überzogen
  • Retardtabletten lösen sich verzögert auf, setzen den Wirkstoff also erst allmählich frei.
  • Brausetabletten werden in Wasser aufgelöst. 
  • Lutschtabletten wirken direkt in Hals und Rachen.
  • Sublingual-Tabletten lässt man unter der Zunge zergehen.
  • Kapseln haben eine Hülle, meist aus Gelatine.

Fragen zur Arzneimitteleinnahme? Das Team in Ihrer Apotheke weiß Rat.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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