Tauchen Sie auf!

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Schützen Sie Ihre Ohren im Badeurlaub – mit Olivenöl.

Schwimmer, Surfer, Taucher werden jetzt hellhörig. Fast alle Wassersportler können von einer Bade-Otitis ein Liedchen singen. Diese heftigen Ohrenschmerzen gehören zu den unschönen Urlaubserinnerungen. Ein „Taucherohr“, wie diese Erkrankung umgangssprachlich heißt, lässt sich vermeiden – wenn Sie richtig vorbereitet sind.

Schwimmen, Schnorcheln, Tauchen

Wie schnell ist es beim Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen passiert: Der ständige Kontakt mit Wasser setzt der feinen Haut im Ohr auf gemeine Weise zu. Chlor im Freibad ist genauso ein Übeltäter wie das Salz im Meerwasser. Beides laugt die Haut aus, entzieht ihr die Feuchtigkeit und spült die schützende Fettschicht aus dem Gehörgang. Die kleinen Risse, die entstehen, sind wie Eingangspforten für die Erreger aus dem Wasser. Haben sich Keime oder Bakterien eingenistet, dauert es meist nur wenige Stunden, maximal aber zwei Tage. Dann juckt und schuppt das Ohr, es reagiert empfindlich auf Berührungen. Die Schmerzen, die auftreten, können mit Rötungen und Schwellungen einhergehen. „Taucherohren“ sind die häufigsten Erkrankungen in den HNO-Praxen während der Badesaison. Mediziner sagen: Otitis externa, weil die Entzündung den äußeren Gehörgang – den Bereich zwischen Ohrmuschel und Trommelfell – betrifft. Was hilft? 

Mit der Kraft der Olive

Lassen Sie sich die schönste Zeit des Jahres nicht verhageln. Einer Bade-Otitis können Sie vorbeugen: mit Olivenöl in pharmazeutischer Qualität. Es schützt die Haut vor Austrocknung und unterstützt sie bei der Rückfettung. Mit seiner antibakteriellen Wirkung kann medizinisches Olivenöl verhindern, dass Krankheitserreger sich im Gehörgang breitmachen. Ohrenspray auf der Basis von Olivenöl gibt es in Ihrer Apotheke. Es ist einfach in der Handhabung und gehört in jede Reisetasche. Bevor Sie sich in die Fluten stürzen, sprühen Sie sich das Mittel mit wenigen Pumpstößen in den Gehörgang. Kurz einwirken lassen, dann erst abtauchen.  Übrigens: Ohrensprays auf der Basis von Pflanzenölen sind auch für Kinder gut geeignet. Kinder leiden oft unter Ohrenschmerzen, weil ihre Gehörgänge noch nicht vollständig entwickelt sind und sich leicht Erreger einnisten können. Auch Menschen, die häufig Ohrstopfen, Kopfhörerstöpsel oder Hörgeräte tragen, brauchen regelmäßig eine spezielle Ohr-reinigung. Ohrensprays mit Oliven-, Kamillen- oder Ringelblumen-Extrakten sind dafür ideal.

Regeln für Taucher

Um ein schmerzhaftes „Taucherohr“ zu vermeiden, beachten Sie im Badeurlaub ein paar Grundregeln:

Nach dem Schwimmen, Surfen oder Tauchen spülen Sie Ihre Ohren mit sauberem Wasser in Trinkwasserqualität aus. Ein paar Tropfen ins Ohr träufeln, dann den Kopf schräg halten, damit das Wasser hinauslaufen kann.

Ohren behutsam trocknen – am besten mit einem sauberen Handtuchzipfel.

Ohrenstäbchen sind tabu. Sie reinigen nicht, sondern fördern das Verstopfen des Gehörgangs mit Cerumen (Ohrenschmalz).

Ohrensprays auf Olivenöl-Basis dienen der täglichen Ohrenpflege – zur Vorbeugung einer Bade-Otitis und zur Behandlung.

Bei starken Ohrenschmerzen mit Fieber müssen Sie zum Arzt.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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