Trotzen Sie dem Wetterwechsel

Allgemein
mailenmailen druckendruckenvorlesen vorlesen

Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Schlafstörungen, Gelenkbeschwerden: Wetterfühligkeit ist keine Einbildung, sondern weit verbreitet.

Das Wetter lässt niemanden kalt. Grundsätzlich reagiert jede Pflanze, jedes Tier und auch jeder Mensch auf die Kapriolen des Klimas. Egal, ob das Barometer steigt oder fällt, die Temperaturkurve plötzlich nach oben oder nach unten schwenkt – unser Organismus muss sich an die neuen Bedingungen anpassen. Nicht immer gelingt das reibungslos.

Vorsicht, Luftdruckschwankung

Sensiblen Menschen machen vor allem die bei jedem Wetterwechsel eintretenden Luftdruck-Schwankungen zu schaffen: Ihr vegetatives Nervensystem gerät aus der Balance. In der Folge treten oft typische Befindlichkeitsstörungen auf wie Nervosität, schlechte Laune, erhöhte Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Schlaf- oder Konzentrationsstörungen.

Ältere Menschen leiden häufiger unter Wetterfühligkeit als jüngere, und Frauen reagieren empfindlicher als Männer – weil bei ihnen auch Hormonschwankungen eine Rolle spielen. Besonders zu kämpfen haben bei extremen Wetterumschwüngen Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch Patienten mit Diabetes, Asthma, Rheuma und Migräne leiden oft stark darunter. Wer Wetterwechsel spürt und sich deshalb schlapp oder krank fühlt, ist also kein Hypochonder.

Den Körper sanft abhärten

Das Wetter ist zwar nicht zu ändern. Aber gegen die damit verbundenen Beschwerden können Sie etwas tun. Denn der Anpassungsmechanismus des Körpers lässt sich trainieren. Durch gezielte Maßnahmen lernt der Organismus, mit den schwankenden Witterungsreizen besser umzugehen. Als besonders hilfreich gilt Abhärtung: Gehen Sie täglich an die frische Luft – auch wenn es regnet, der Wind pfeift, es neblig oder kalt ist. Gut gegen Wetterfühligkeit sind auch Wechselduschen, Saunagänge und Kneippsche Güsse.

Generell halten sportliche Aktivitäten das Herz-Kreislauf-System fit und vermindern die Empfindlichkeit gegenüber Temperatur- und Luftdruckschwankungen. Als ideal gilt ein mäßiges, aber regelmäßiges Ausdauertraining. Zu den geeigneten Sportarten zählen Walking, Wandern, Jogging, Radfahren und Schwimmen. Werden Sie möglichst mindestens drei Mal pro Woche für 30 bis 40 Minuten aktiv.

Linderung aus der Natur

Auch Heilmittel aus der Natur können Beschwerden vorbeugen oder lindern. Bäder mit Melisse können das Nervensystem beruhigen, Melissengeist kann Kopfdruck und Schlafstörungen lindern, Johanniskraut bei depressiven Verstimmungen helfen. Auch gegen Kreislaufbeschwerden gibt es eine Reihe wirksamer Mittel in der Apotheke – bitte lassen Sie sich beraten. 

Erste Hilfe bei Wetterwechsel 

1. Morgengymnastik im Bett machen

2. langsam aufstehen

3. Wechselduschen 

4. leicht und vitaminreich frühstücken

5. viel trinken 

Auch Ausdauertraining hilft, besser mit Wetterkapriolen klarzukommen.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

Bildnachweis: @ Mihai Andritoiu, 2018 – stock.adobe.com