Typgerechte Pflege aus der Apotheke

Allgemein Dermatologe
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Trocken, fettig oder normal: Jede Haut ist anders. Und deshalb auch auf individuelle Pflege angewiesen. Apothekenexklusive Reinigungsprodukte, Seren und Cremes halten Ihre Haut gesund und schön.   

Eine gute Gesichtscreme muss die Haut mit hochwertigen Pflegesubstanzen verwöhnen und vor Umweltweinflüssen wie Sonnenlicht, Kälte und Reizstoffen schützen. Sie sollte zudem gut einziehen und ein angenehmes Hautgefühl hinterlassen. Aber das ist noch nicht alles: Systempflege muss auch auf die Beschaffenheit der Haut abgestimmt sein, sprich: zum individuellen Hauttyp passen. Typgerechte Reinigungs- und Pflegeprodukte gibt es in Ihrer Apotheke. Sie sorgen für einen ebenmäßigen, frischen Teint und tragen zudem dazu bei, dass die zarte Körperhülle gesund und widerstandsfähig bleibt.   

Feine Unterschiede

Experten unterscheiden vier Hauttypen: Normale, trockene, fettige Haut und Mischhaut. Jeder Typ hat seine Eigenarten, von denen die Wahl der idealen Schönheitselixiere abhängt. 

Normale Haut ist ein Glücksfall. Sie ist elastisch, feinporig und rosig, produziert genug, aber nicht zu viel Talg, und auch ihr Feuchtigkeitshaushalt ist in Balance. Milde Reinigungs- und Pflegeprodukte helfen normaler Haut, ihre natürliche Schönheit zu bewahren. Pflicht sind eine feuchtigkeitsspendende Tagescreme mit zellschützenden Inhaltsstoffen und ein guter UV-Schutz. Über Beauty-Extras wie belebende Crememasken und gelegentliche, sanfte Peelings freut sich dieser Hauttyp besonders.

Trockene Haut spannt häufig unangenehm, ist rau und neigt leider oft schon früh zu Fältchen und Falten. Das Problem: Trockener Haut mangelt es an hauteigenen Fetten (Lipiden) und Feuchtigkeit. Diese Defizite gilt es durch Systempflege so gut wie möglich auszugleichen. Reichhaltige Tages- und Nachtcremes verwöhnen trockene Haut mit wertvollen Lipiden, z.B. aus Nachtkerzen-, Jojoba-, Oliven- und Avocadoöl. Hinzu kommen natürliche Feuchthaltefaktoren wie Harnstoff, Glyzerin und Hyaluronsäure. Konzentrierte Seren und Ampullen sind Jungbrunnen für diesen Hauttyp. Ebenfalls wichtig: Für die Hautreinigung eine sanfte Reinigungsmilch oder ein reichhaltiges Öl benutzen und auf alkoholhaltiges Gesichtswasser verzichten.  

Fettige Haut bildet mehr Talg als erforderlich. Und das sieht man ihr auch an: Sie glänzt, ist großporig und neigt häufig zu Unreinheiten wie Pickeln und Mitessern. Ihre Reinigung erfordert viel Aufmerksamkeit und Fingerspitzengefühl: Milde Waschgele oder seifenfreie Waschstücke (Syndets) entfernen überschüssigen Talg, ohne die Haut zu sehr auszulaugen und zu strapazieren. Geschichtswässer speziell für diesen Hauttyp sorgen für porentiefe Reinigung, auch Peelings tun gut. Für die Pflege gilt: Leichte, nicht fettende Feuchtigkeitscremes mit hautberuhigenden Substanzen sind eine gute Wahl.

Mischhaut erfordert einen „Pflegespagat“. Der Grund: Die sogenannte T-Zone, also die Partie von Stirn, Nase und Kinn, zeigt sich fettig und glänzt ölig, während die Haut an den Wangen normal oder gar trocken ist. Für diesen anspruchsvollen Hauttyp eignen sich Reinigungslotionen oder -schäume, die die öligen Partien porentief säubern, ohne die Haut zu reizen oder auszutrocknen. Gesichtswasser mit Alkohol gehört nur auf die fettige T-Zone. Zur Pflege kommen leichte Feuchtigkeitscremes infrage. Die Wangen spannen unangenehm? Dann brauchen die trockenen Hautpartien eine reichhaltigere Creme mit höherem Lipidanteil.

Empfindliche Haut ist kein Hauttyp im klassischen Sinne, aber ein häufiges Phänomen. Sehr oft ist trockene Haut ein solches Sensibelchen, das zu Rötungen, Juckreiz und Spannungsgefühlen neigt. Auf Stress und Umwelteinflüsse reagiert empfindliche Haut sofort gereizt, aber auch viele herkömmliche Kosmetika kann sie schlecht vertragen. Deshalb sollten Reinigungslotionen, Gesichtscremes und Pflegeseren für empfindliche Haut mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen auskommen und frei von Parfum-, Farb- und Konservierungsstoffen sein. Eine gute Wahl sind sanfte Schönheitselixiere mit Substanzen, die die Haut beruhigen, ihre Regeneration fördern und die Schutzbarriere stärken.  

Eine Frage der Gene

Unser Hauttyp ist genetisch festgelegt, uns also schon in die Wiege gelegt. Das heißt aber nicht, dass sich die Haut im Laufe des Lebens nicht verändern kann. So kann beispielsweise die von Natur aus robuste, normale Haut im Alter zunehmend trockener und empfindlicher werden. Und ein fettiger Teint, der zu Pickeln und Mitessern neigt, beruhigt und normalisiert sich im Laufe des lebens häufig. Auch Umweltfaktoren, Klimaeinflüsse und der persönliche Lebensstil beeinflussen das Hautbild. Und das wiederum bedeutet: Die Pflege der Wahl muss nicht nur zum Hauttyp, sondern auch zum aktuellen Hautzustand passen. Wer unsicher ist, was seiner zarten Körperhülle gerade gut tut, bekommt in der Apotheke eine fachkompetente, pharmazeutische Beratung – und selbstverständlich auch die passenden Beauty-Elixiere.  

Quelle: www.ratgebergesund.de

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