Vitamine & Co. – Orientierung im Vitalstoff-Dschungel

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Mikronährstoffe, Mineralstoffe, Multivitaminpräparate – klingt alles irgendwie ähnlich. Doch es gibt wichtige Unterschiede. Wir helfen Ihnen, sich im Vitalstoff-Gewirr zurechtzufinden und erklären, was Ihr Körper wirklich braucht.

Mikronährstoffe sind Substanzen, die der menschliche Körper regelmäßig mit der Nahrung aufnehmen muss. Anders als Makronährstoffe wie Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß liefern sie jedoch keine Energie. Insbesondere Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zählen zur großen Gruppe der Mikronährstoffe, darüber hinaus aber auch andere wichtige Fitmacher: Omega-3-Fettsäuren, bestimmte Aminosäuren und sekundäre Pflanzenstoffe gehören dazu. Gesunde Menschen, die sich ausgewogen, abwechslungsreich und vollwertig ernähren, bekommen genug Mikronährstoffe übers Essen. Wer sich nicht so vorbildlich ernährt oder einen erhöhten Bedarf hat, kann von Nahrungsergänzungsmitteln profitieren.  

Nahrungsergänzungsmittel, kurz NEM, versorgen unseren Körper in bestimmten Lebenssituationen, etwa bei Stress, während einer Diät oder im Alter, mit einer Extra-Portion an bestimmten Mikronährstoffen. Wie der Name bereits andeutet, sollen die Tabletten, Pulver oder Flüssigkeiten die normale Ernährung ergänzen, keinesfalls ersetzen. Bei NEM handelt es sich um Lebens-, nicht um Arzneimittel. Hochwertige, bedarfsgerecht dosierte Präparate bekommen Sie in der Apotheke – und die entsprechende Beratung natürlich dazu. Zu unterscheiden sind Nahrungsergänzungsmittel von sogenannten ergänzenden bilanzierten Diäten.

Ergänzende bilanzierte Diäten sind „diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke“. Sie werden zum Beispiel für Menschen entwickelt, die aufgrund einer Erkrankung oder einer Funktionseinschränkung eines Organs einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen haben. Auf diätetische Lebensmittel sind unter anderem Menschen mit Stoffwechselstörungen oder Pflegbedürftige angewiesen, die Probleme mit der normalen Nahrungsaufnahme haben. Sehr oft handelt es sich bei bilanzierten Diäten um Trinknahrungen. Häufig enthalten die Produkte bestimmte Nährstoffe, die der Betroffene in erhöhtem Maße braucht. Das können neben Energielieferanten wie Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß auch Vitamine sein.

Vitamine – diese organischen Verbindungen sind für unseren Stoffwechsel lebenswichtig. Jedes der insgesamt 13 Vitamine erfüllt im Körper seine speziellen Funktionen. Experten unterscheiden zwischen wasser- und fettlöschen Vitaminen. Zu den erstgenannten gehören alle Vitamine der B-Gruppe sowie Vitamin C. Fettlöslich sind die Vitamine A, D, E und K. Die meisten Vitamine können wir nicht selbst herstellen. Genug von diesen lebenswichtigen Vitalstoffen bekommen wir, wenn wir ausgewogen essen und vor allem bei Obst und Gemüse großzügig zugreifen. Raucher, immungeschwächte Menschen, Veganer und andere „Risikogruppen“ brauchen mitunter ein Vitamin-Plus. Nahrungsergänzungsmittel, die mehrere Vitamine enthalten, werden als Multivitaminpräparate bezeichnet. In entsprechenden Kombinationen stecken mitunter auch weitere Vitalstoffe, zum Beispiel Mineralstoffe.

Mineralstoffe sind für den Körper ebenfalls unentbehrlich. Die lebenswichtigen Mikronährstoffe, die in der Natur überwiegend als Salze vorkommen, werden vom Organismus in unterschiedlichen Mengen benötigt und daher in zwei Gruppen eingeteilt: Mengenelemente wie Calcium und Magnesium brauchen wir in höheren Dosen, von Spurenelementen wie Eisen und Jod reicht eine kleine Portion. Sowohl tierische als auch pflanzliche Lebensmittel liefern Mineralstoffe.  

Helfer für den Stoffwechsel

In Nahrungsergänzungen für die Darmgesundheit stecken häufig diese Substanzen:

Probiotika sind lebende Mikroorganismen wie Lactobazillen und Bifidobakterien und wichtig für das gesunde Gleichgewicht der Darmflora.

Präbiotika sind Nährstoffe, die den probiotischen Mikroorganismen im Darm als Nahrung dienen. Für den Menschen sind diese zu den Ballaststoffen zählenden Substanzen wie Inulin und Pektin unverdaulich. 

Synbiotika sind Kombinationen aus Pro- und Präbiotika. Synbiotische Nahrungsergänzungen enthalten sowohl lebende Mikroorganismen als auch präbiotische Ballaststoffe.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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