Was tun bei quälenden Blähungen? – Nie wieder Tumult im Bauch!

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Blähungen sind manchmal peinlich, häufig schmerzhaft und immer lästig. Oft ist unsere Ernährung für den Aufruhr im Bauch verantwortlich. Dann braucht der Darm Hilfe.   

Blähungen sind menschlich und in den meisten Fällen zum Glück eher harmlos. Und dennoch kann zu viel Luft im Bauch zu einem echten Störfaktor werden: Betroffene klagen über tumultartiges Rumoren im Leib, einen ballonartig aufgeblähten Bauch, kolikartige Bauchschmerzen und einen erhöhten Abgang von Winden – was leider nicht immer lautlos und diskret vonstatten geht. Blähungen können unterschiedliche Ursachen haben, sehr häufig sind jedoch die Essgewohnheiten schuld daran.

Schwere Kost

Oft liegt das Problem an den Lebensmitteln selbst. Schlagsahne, Dessertcremes, Eischnee und Softeis beispielsweise bestehen bis zu 80 Prozent aus Luft. Auch kohlensäurehaltige Getränke zählen zu den Blähungen verursachenden Übeltätern. Schon ein Glas Cola kann mit rund einem halben Liter Gas zu Buche schlagen. Bekannt für ihren blähenden Effekt sind schwer verdauliche Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, viele Kohlsorten, Zwiebeln, Lauch, Feigen, Trauben & Co. Sie werden im Dünndarm nicht ausreichend abgebaut und gelangen teilweise unverdaut in den Dickdarm. Hier machen sich dann Bakterien über die Nahrungsreste her und produzieren dabei blähende Gase.

Neben den Nahrungsmitteln selbst hat oft hastiges Essen Blähungen zur Folge. Wird der Alltag zu allem Überfluss auch noch von Stress bestimmt, gerät das Gleichgewicht von Magen und Darm gänzlich durcheinander. 

Schnelle Helfer

Um Blähungen vorzubeugen und im Akutfall zu behandeln, haben sich folgende Strategien bewährt:

• Vorwiegend leichte, gut verdauliche Kost genießen und vor allem große Mengen an blähenden Speisen und Getränken meiden.

• Zum Essen Zeit nehmen und jeden Bissen gründlich kauen. Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt sind besser als zwei oder drei große Portionen. 

• Bewegung und Sport bringen den Darm in Schwung: Ein Verdauungsspaziergang nach dem Essen kann Wunder wirken.

• Bei akuten Beschwerden helfen Hausmittel wie Wärme, sanfte Bauch-massagen und Kräutertees, zum Beispiel mit Fenchel und Anis. 

• Für rasche Linderung sorgen spezielle Entschäumer, diese gut verträglichen Präparate mit den Wirkstoffen Simeticon oder Dimeticon lösen die im Nahrungsbrei eingeschlossenen Gasbläschen auf.

• Bewährt haben sich auch pflanzliche Fertigarzneimittel aus der Apotheke, die verdauungsfördernde Heilkräuter wie z.B. bittere Schleifenblume, Angelikawurzel und Mariendistelfrüchte und andere miteinander kombinieren.

Besser zum Arzt

Gut zu wissen: Nicht immer sind Blähungen „nur“ auf ungünstige Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen. Manchmal stecken auch Erkrankungen wie beispielsweise eine Milchzucker-Unverträglichkeit (Laktose-Intoleranz) oder ein Reizdarm-Syndrom dahinter. Ein Arztbesuch bringt Klarheit.

Bei akuten Beschwerden helfen alte Hausmittel.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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