Was Venen im Winter wollen

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Überheizte Räume, üppiges Essen, langes Stehen in der Warteschlange:

Im Winter sind unsere Beine vielen Belastungen ausgesetzt. Tun Sie den Venen jetzt Gutes!

Wenn die Tage kürzer und die Winterabende länger werden, stehen geselliges Beisammensitzen, Schlemmen bei Kerzenschein und kuschelige Stunden vor dem warmen Kamin hoch im Kurs. Dass wir es in der dunklen Jahreszeit gemütlicher angehen lassen, ist verständlich — unserer Beingesundheit aber nicht unbedingt förderlich.

Vor allem die Kombination aus Bewegungsmangel und langem Sitzen oder Stehen in überheizten Räumen ist „Gift“ für unsere Beinvenen. Viele kennen es aus Erfahrung: Hat man den ganzen Tag im mollig-warmen Büro verbracht, sind die Beine abends prompt müde und dick. Schwere Beine, Spannungsgefühl, Schwellungen, Besenreiser, Beinschmerzen, nächtliche Wadenkrämpfe — all das können erste Anzeichen für eine Venenerkrankung sein. Ein Arztbesuch sorgt dann für Klarheit.

In Bewegung bleiben

Bewegung erleichtert den Venen die Arbeit. Gerade im Winter bieten sich neben einem ausgedehnten Spaziergang an der frischen Luft vielfältige Möglichkeiten, etwa Schlittschuhlaufen oder Skifahren. Aber auch Walking, Joggen und Schwimmen sind in der kalten Jahreszeit möglich. Wichtig ist es auch, mehr Bewegung in den Alltag zu bringen: Ob beim Kochen oder Fernsehen, beim Telefonieren oder beim Bügeln — nutzen Sie jede Gelegenheit, um die Beine in Bewegung zu halten, zum Beispiel durch Wippen auf den Zehenspitzen.

In gemütlichen Stunden zu Hause heißt es „Beine hochlegen“, denn das erleichtert den Blutrückfluss aus den Füßen zum Herzen. Gut für gesunde Venen ist es auch, wenn Sie Ihre Beine regelmäßig mit einer erfrischend kalten Dusche verwöhnen und mit einem Massagehandschuh massieren — beides regt Kreislauf und Durchblutung zusätzlich an.

Hitze meiden

Hingegen gilt: Füße weg von Ofen, Wärmflasche & Co.! Denn Hitze an den Füßen erweitert die Venen und lässt das Blut darin versacken. Auch die Hitze, die eine Fußbodenheizung von unten ausstrahlt, kann die Beinvenen weiten und Durchblutungsstörungen zusätzlich begünstigen.

Sind die Venen bereits vorgeschädigt, sollten Sie auch im Winter mit Köpfchen schlemmen. Denn der kalorienreiche Mix aus Plätzchen, Gänsebraten, Glühwein und Marzipan kann schnell dazu führen, dass wir an Gewicht zulegen. Doch leider ist jedes Kilo zu viel eine zusätzliche Belastung für die Venen. Tipp: Wer auf dem Weihnachtsmarkt bei Bratwurst, Crêpe und Glühwein ordentlich zugelangt hat, sollte am nächsten Tag verstärkt auf Obst, Gemüse und Vollkornprodukte setzen, um sein Kalorienkonto auszugleichen.

Der Apotheker rät

Probleme mit den schweren, geschwollenen Beinen? Dann können pflanzliche Venenmittel aus der Apotheke helfen. Bewährte Wirkstoffe stecken in:  

• Rotem Weinlaub

• Rosskastaniensamen

• Mäusedorn

• Japanischem Schnurbaum

Wärme ist gemütlich, aber nicht gut für die Venen. Also lieber Abstand halten!

Quelle: www.ratgebergesund.de

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