Wenn die Herzleistung nachlässt

Allgemein Sportmedizin
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Herzschwäche gehört zu den häufigsten Erkrankungen weltweit. Sie erfordert eine gezielte Therapie – mit Medikamenten und einem herzfreundlichen Lebensstil. 

Diagnose: Herzinsuffizienz, zu deutsch Herzschwäche! Für viele Patienten ist das ein Schock. Verständlich, denn ist das Herz geschwächt, kann es das Blut nicht mehr ausreichend durch den Körperkreislauf pumpen. Dadurch werden Gehirn, Organe und Muskeln nicht mehr so gut mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die Folgen: Leistungsabfall, Luftnot und Wassereinlagerungen.

Abhängig von der Schwere der Symptome wird eine Herzschwäche nach den Richtlinien der New York Heart Association in vier Stadien eingeteilt:

■ In Stadium I verursachen alltägliche körperliche Belastungen noch keinerlei Beschwerden. 

■ In Stadium II macht sich eine leichte Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit bemerkbar. Bei stärkerer körperlicher Belastung (z. B. beim Bergaufgehen, Treppensteigen) kommt es zu Luftnot und Erschöpfung.  

■ In Stadium III kommt es bereits bei normalen Tätigkeiten zu einer stärkeren Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit.  

■ In Stadium IV, der schwersten Form der Herzschwäche, treten die Beschwerden schon in Ruhe auf.

Medikamente müssen sein

Die Behandlung einer Herzschwäche richtet sich sowohl nach dem Krankheitsstadium als auch nach den indivi-duellen Ursachen. In der Regel sind Patienten lebenslang auf die Einnahme von Medikamenten (z.B. ACE-Hemmer, Betablocker, Diuretika) angewiesen, die vom Arzt verordnet werden. Ergänzend zu diesen Arzneimitteln können Patienten bei leichter Herzschwäche von ausgesuchten Herz–schutzpräparaten aus der Apotheke profitieren. Am besten lassen Sie sich vor der Einnahme von Ihrem Arzt und Apotheker beraten.

Seine Wirkung in zahlreichen Studien bewiesen hat der Weißdorn: Bei leichter Herzschwäche im Stadium II kann ein Extrakt aus Weißdorn sowohl die charakteristischen Symptome wie Müdigkeit und Kurzatmigkeit lindern als auch dazu beitragen, die Lebensqualität deutlich zu erhöhen. Verantwortlich für diese positiven Wirkungen ist unter anderem die Fähigkeit der gut verträglichen Heilpflanze, die Durchblutung des Herzmuskels zu verbessern.

Selbst aktiv werden

Fest steht: Medikamente sind bei Herzschwäche unverzichtbar, doch damit allein ist es nicht getan. Jeder Patient kann auch selbst viel dazu beitragen, dass sich die Erkrankung nicht verschlechtert. Unbedingt ratsam ist es, aufs Rauchen zu verzichten und Übergewicht abzubauen. Ebenfalls wichtig: Regelmäßige, aber mäßige Bewegung (z.B. Wandern, Walking) und eine gesunde Ernährung. Mittelmeerkost – mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Fisch, aber wenig Fleisch – ist für Menschen mit Herzschwäche besonders empfehlenswert.

Sinnvoll ist es darüber hinaus, die Kochsalzzufuhr zu begrenzen und Speisen lieber mit frischen Kräutern zu würzen. Außerdem gilt: Ausreichend trinken, aber mit Alkohol sehr zurückhaltend umgehen.

Woher kommt’s?

Mögliche Ursachen einer Herzschwäche sind: 

■ Koronare Herzkrankheit (KHK)

■ Bluthochdruck

■ Herzmuskelerkrankungen

■ Herzrhythmusstörungen

■ Herzklappenfehler

■ Stoffwechselerkrankungen

Atemnot bei körperlicher Belastung kann auf eine Herzschwäche hinweisen.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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