Winterblues Strategien gegen Trübsinn

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Morgens beim Aufstehen ist es noch dunkel, abends auf dem Nachhauseweg schon wieder.

Kein Wunder, wenn da die Stimmung sinkt. Höchste Zeit, Licht und Farbe ins Leben zu bringen.

Kaum hat die dunkle Jahreszeit begonnen, macht sich vielerorts die schlechte Laune breit: Viele Menschen fühlen sich schlapp, müde, antriebslos, sind verstimmt und gereizt. Bei fast jedem dritten Deutschen sinkt in der Winterzeit das Stimmungsbarometer in den Keller, hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) gezeigt. Frauen leiden häufiger unter dem saisonalen Seelenblues als Männer.

Mangel an Glückshormonen

„Ausgelöst wird das Stimmungstief hauptsächlich durch den Lichtmangel in der kalten Jahreszeit, der unseren Hormonhaushalt beeinflusst“, sagt York Scheller, Psychologe bei der TK. Ohne Licht produziert der Körper weniger stimmungsaufhellende Endorphine und schüttet geringere Mengen des „Glückshormons“ Serotonin aus. Vor diesem Hintergrund wird klar: Tageslicht ist die beste Therapie gegen den Winterblues. Bereits 15 bis 30 Minuten Frischluft tanken können Wunder wirken. Selbst an grauen Tagen sollte niemand auf den täglichen Tageslicht-Kick verzichten. Denn auch bei bedecktem Himmel ist das Licht draußen noch deutlich heller als das künstliche in den eigenen vier Wänden.

Noch besser fürs Gemüt ist der gesunde Mix aus Bewegung und frischer Luft: Wer Rad fährt, walkt, joggt oder spazieren geht, kann auf diese Weise seinen Kreislauf in Schwung bringen und seine Stimmung aufhellen.

Mehr Licht, mehr Farbe

Um morgens besser aus dem Bett zu kommen, sollte das Schlafzimmer hell beleuchtet sein. Eine Tageslichtlampe oder ein Tageslichtwecker können das Signal zum Wachwerden geben. Empfehlenswert ist es zudem, tagsüber die Räume hell zu beleuchten, sowohl im Büro als auch zu Hause. Auch kräftige, leuchtende Farben können die Laune heben: Schwarz und Grau sind zwar edle Modefarben, aber frisch und fröhlich sind sie nicht gerade. Grün, strahlendes Gelb und Blau sowie kräftiges Rot inspirieren dagegen Gefühl und Kreativität und können so auch ein wenig dazu beitragen, den Winterblues zu vertreiben.

Gegen seelische Verstimmungen helfen auch pflanzliche Heilmittel aus der Apotheke, beispielsweise Präparate mit Johanniskraut. In ausreichend hoher Dosierung können Johanniskraut-Arzneimittel Ausgeglichenheit und Belastbarkeit steigern sowie die Schlafqualität verbessern.

Gut zu wissen: Ein vorübergehendes Stimmungstief ist meist kein Grund zur Sorge. Halten trübe Gedanken, miese Laune und schlechter Schlaf jedoch an, sollten Betroffene mit dem Arzt sprechen. Denn manchmal kann sich hinter einem vermeintlichen Winterblues auch eine echte Depression verbergen — und die muss gezielt therapiert werden.

5 Gute-Laune-Kicks

  • Sich an der frischen Luft bewegen, spazieren gehen oder laufen.
  • Freunde zu einem netten Abend einladen.
  • Kleidung oder Accessoires in Knallfarben tragen.
  • Einen bunten Blumenstrauß kaufen.
  • Den nächsten Sommerurlaub planen

Quelle: www.ratgebergesund.de

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