Wohlfühl-Joggen – So läuft‘s richtig gut

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Können Sie sich beim Laufen unterhalten, machen zwischendurch mal Pause und fühlen sich am Ende pudelwohl? Wenn ja: Kompliment! Wenn nicht, sollten Sie unbedingt weiterlesen. 

Laufen hält fit und in Form. Vorausgesetzt Hobbysportler trainieren im gesunden Bereich. Und das ist leider längst nicht immer der Fall. „Unter Freizeitsportlern hält sich hartnäckig die Ansicht, dass nur Auspowern fit macht“, sagt Professor Henning Allmer, Vorsitzender von gesund e.V. — Kölner Institut für angewandte Gesundheitswissenschaften. 

Der Sportpsychologe weiß, wovon er spricht. Im Auftrag des AOK-Bundesverbandes konzipierte er eine Online-Befragung, an der mehr als 10.000 Frauen und Männer teilnahmen. Ergebnis: Zwei Drittel der Freizeitsportler laufen so, dass sie ihrer Gesundheit eher schaden als nutzen. Verausgaben gehört bei vielen zum Pflichtprogramm. Kurzatmigkeit, viel zu hohe Pulsfrequenzen, Seitenstiche und Erschöpfung sind die kurzfristigen Folgen. Langfristig können Muskeln, Gelenke und das Herz-Kreislauf-System geschädigt werden. Soweit sollte es nicht kommen! Wer seine Gesundheit durchs Joggen fördern möchte, sollte sich künftig  für „Wohlfühl-Laufen“ entscheiden.

Laufen ohne schnaufen

Konkret bedeutet das: Freizeitsportler sollten so laufen, dass sie nicht außer Atem kommen, sich beim Training noch unterhalten können und am Ende nicht vor Erschöpfung umfallen. Für den Trainingseffekt ist es zudem wichtig, die individuell optimale Pulsfrequenz fürs Laufen zu erforschen. „Sie ist für jeden unterschiedlich, bei Anfängern sollte sie um die 100 Pulsschläge pro Minute sein und kann dann langsam gesteigert werden“, so Allmer.

Eine gute Unterstützung für Läufer, insbesondere für jene, die sich schnell selbst überfordern, bieten Laufgruppen. Unter Anleitung kann hier jeder sein eigenes Tempo finden. Der Trainer macht einen Plan, wie der Läufer sein Pensum sinn- und maßvoll steigern kann.

Gut ausgerüstet

Damit der Körper optimal vom Lauftraining profitiert, sollten Freizeit-
sportler auch an die richtige Ausstattung denken. Wer regelmäßig joggt, sollte sich Laufschuhe im Fachgeschäft anpassen lassen, um Knie-, Fuß- und Rückenbeschwerden vorzubeugen. Die Laufkleidung sollte atmungsaktiv sein.

Als optimales Training für den Körper empfehlen Experten drei Laufeinheiten von jeweils einer halben Stunde in der Woche. Damit kann jeder viel für seine Gesundheit tun: Das Herz-Kreislauf-System wird ebenso wie Muskeln und Sehnen zunehmend belastbarer, das Immunsystem gestärkt, das Wohlbefinden steigt und selbst das Selbstvertrauen wächst. Doch sollte sich auch hier niemand selbst überfordern und sich zum Einhalten vorgegebener Empfehlungen zwingen. Auch, wer nur ein bis zwei Mal pro Woche in die Turnschuhe steigt, tut seinem Körper Gutes.

Läufer leben länger

Männliche Jogger leben im Schnitt 6,2 Jahre länger als Nicht-Läufer, Joggerinnen gewinnen im Vergleich zu ihren unsportlichen Geschlechtsgenossinnen 5,6 Jahre. Laut Forschern das ideale Maß: zwei- bis dreimal pro Woche für insgesamt eine bis 2,5 Stunden.

Quelle: www.ratgebergesund.de

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