Eine gestresste junge Frau mit lockigem Haar stützt den Kopf in die Hände und blickt in einem Büro auf einen Laptop auf ihrem Schreibtisch.

Klar im Kopf

In der Pflanzenwelt ist mehr als ein Kraut für den Kopf gewachsen. Mädesüß enthält natürliche Salicylsäure, die wir in synthetischer Form aus klassischen Schmerztabletten kennen. Bei wiederkehrendem Pochen unter der Schädeldecke hat die Phytotherapie ganz bestimmte Mittel zur Vorbeugung: Extrakte aus Mutterkraut und Pestwurz dienen der Migräne-Prophylaxe. Voraussetzung: regelmäßige Einnahme.

Pfefferminzöl ist das Naturheilmittel bei Spannungskopfschmerzen par excellence. Enthalten ist ein besonderer Wirkstoff: Menthol kühlt den Hitzkopf herunter, blockiert durch Kältereize die Schmerzrezeptoren und fördert gleichzeitig die Durchblutung in der verkrampften Nacken- und Schultermuskulatur. Dass der frische Duft wach macht, die Sinne stärkt und die Konzentration fördert, sind angenehme Nebeneffekte. 

Minzöl gibt es als Aroma-Roll-on in Ihrer Apotheke, es ist praktisch für die Handtasche und jederzeit bereit, falls unterwegs mal der Schädel dröhnt – einfach auf Stirn und Schläfen geben und schon ist der Kopf wieder klar.

Dieser Kniff stammt aus der Fußreflexzonenmassage: Die Fußsohlen „kneten“, denn dort laufen etliche Nervenbahnen zusammen, die – laut Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) – mit einzelnen Organen und Körperteilen in Verbindung stehen. Obendrein liegen im großen Zeh die Reflexzonen für den Kopf verborgen, die auf Druck reagieren und Entspannungssignale ans Gehirn senden. 

Es gibt rund 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Für ein paar davon hat ­die Homöopathie ein Mittel, das exakt zum individuellen Beschwerdebild passt: Kopfweh bei Föhnwind und schwülem Wetter soll Gelsemium (Jasminwurzel) lindern. Bereiten Sorgen Kopfzerbrechen, kann Phosphorus (gelber Phosphor) das Gedankenkarussell anhalten. Frauen, die regelmäßig vor oder während der Periode dieses Ziehen in den Schläfen spüren, sollten es mit Cimicifuga (Traubensilberkerze) versuchen. Gesellt sich Übelkeit dazu, ist Nux vomica (Brechnuss) das Mittel der Wahl. Gar nicht so selten kommt der Entspannungskopfschmerz vor, der auftaucht, wenn Stress nachgelassen hat und Zeit für Ruhe ist – etwa am Wochenende. Auch dafür hat die Homöopathie eine Lösung: Iris (Schwertlilie) kann helfen, die wohlverdiente freie Zeit bei klarem Kopf zu genießen.

Bei stickiger Luft in geschlossenen Räumen – zum Beispiel im Büro – fühlt sich der Kopf schnell an wie unter einem viel zu engen Helm. Kein Wunder: Die Fenster sind dicht, wir atmen und der Kohlendioxidanteil steigt. Dem Gehirn fehlt Sauerstoff. Da hilft nur eins: Luft schnappen! Stoßlüften oder besser noch eine Runde um den Block laufen und frischen Wind um die Nase wehen lassen. 

Übrigens bereitet uns auch Flüssigkeitsmangel einen dicken Kopf. Daher: Erinnern Sie sich ans Wassertrinken – dafür gibt es sogar eine App. 

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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