Aktiv für die Augen
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Wer sich regelmäßig bewegt, tut seiner Gesundheit etwas Gutes. Nicht nur Herz und Kreislauf, Zuckerstoffwechsel und Knochengesundheit – auch die Sehkraft profitiert von regelmäßiger sportlicher Betätigung, erklärt die Stiftung Auge.
Bei der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) handelt es sich um eine der verbreitetsten Augenerkrankungen in Deutschland und zugleich um die häufigste Ursache für hochgradigen Sehverlust oder gar Erblindung. Schätzungen zufolge sind mehr als sieben Millionen Menschen in Deutschland von einer AMD betroffen – viele davon in einem frühen, noch undiagnostizierten Stadium. Umso wichtiger sei es, in der Bevölkerung das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie der eigene Lebensstil die Erkrankungswahrscheinlichkeit beeinflussen kann. Etwa mit Sport: Bei körperlich aktiven Menschen fällt das AMD-Risiko nachweislich deutlich geringer aus als bei Vergleichspersonen, die sich nur wenig bewegen.
Rauchen als Risikofaktor
Eine AMD entwickelt sich meist schleichend. Es bilden sich zunächst Ablagerungen in oder unter der Netzhaut. Im weiteren Verlauf gehen dann die lichtempfindlichen Sehzellen zugrunde. Besonders im zentralen Bereich der Netzhaut – der sogenannten Makula, die Stelle des schärfsten Sehens – nimmt die Sehkraft dann immer weiter ab.
Als wichtigster Risikofaktor für die Entstehung einer AMD gilt neben dem Alter das Rauchen. Auch ein zu hoher Blutdruck trägt zu einem erhöhten AMD-Risiko bei. Als Faustregel kann gelten: Was für die Gefäßgesundheit im übrigen Körper schlecht ist, schadet auch den Augen. Zwar ist ein direkter Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf-Leiden und AMD nicht nachgewiesen und schwer zu belegen. Die Parallelen sind jedoch so auffallend, dass viele Mediziner gemeinsame Erkrankungsmechanismen für wahrscheinlich halten.
Gut für die Gefäßgesundheit
»Körperliche Aktivität wirkt direkt auf einige wichtige Parameter ein, die sowohl das Herz-Kreislauf- als auch das AMD-Risiko beeinflussen«, erläutert Holz. Dazu zählen neben dem Körpergewicht und dem Blutdruck auch die Blutzuckerregulation und die Blutfettwerte. Vermutlich werden durch die körperliche Betätigung auch antioxidativ wirkende Enzyme aktiviert.
Wie groß der Effekt ist, der sich mit Sport erzielen lässt, hat eine Metaanalyse mit insgesamt mehr als 14.500 älteren Personen gezeigt. Verglichen mit Teilnehmern, die sich regelmäßig bewegen, entwickelten diejenigen, die nicht oder nur moderat körperlich aktiv waren, um 19 Prozent häufiger eine AMD. Am deutlichsten war der Zusammenhang zwischen einer geringeren Betätigung und dem Neuauftreten einer AMD bei den jüngsten Probanden, die im Mittel 61 Jahre alt waren: Hier waren körperlich weniger Aktive um 74 Prozent häufiger von einer AMD betroffen als intensiv Sporttreibende. »Die Botschaft ist klar«, sagt Holz: »Auch wenn die AMD eine typische Erkrankung des höheren Lebensalters ist, sollte spätestens in mittleren Jahren mit Sport oder anderen körperlichen Aktivitäten begonnen werden.«
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de
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