Diabetes: Süße Weihnacht?
drucken
vorlesen
Ob Stollen, Plätzchen oder Punsch: Sie müssen auf nichts verzichten – wenn Sie mit ein paar Tricks Ihren Blutzucker im Gleichgewicht halten.
Es duftet nach Zimt und Orangen, Lichter glänzen in den Fenstern, und aus der Küche weht der süße Hauch frisch gebackener Kekse. Herrlich! Advent ist für viele die schönste Zeit im Jahr – mit liebevoll gedeckten Tischen, fröhlichem Beisammensein und süßen Verlockungen an jeder Ecke.
Doch gerade für Menschen mit Diabetes kann diese festliche Zeit zur Herausforderung werden. Die gute Nachricht: Wer ein paar Dinge beachtet, kann die Feiertage ganz entspannt genießen – mit Genuss, aber ohne Reue.
Darf ich Plätzchen backen?
Ja! Wer selbst zubereitet, hat die Kontrolle über die Zutaten. Plätzchen aus dem Supermarkt enthalten oft viel Zucker und versteckte Fette. Beim Selberbacken können Sie besser steuern: Statt Weißmehl lassen sich etwa gemahlene Mandeln oder Haferflocken verwenden. Auch bei der Süße gibt es Alternativen: Zuckeraustauschstoffe wie Stevia oder Datteln belasten den Blutzuckerspiegel weniger und sind kalorienärmer. Zudem gibt es viele Rezepte, die speziell für Menschen mit Diabetes entwickelt sind.
Sind Lebkuchen tabu?
Nicht unbedingt. Zwar enthalten klassische Lebkuchen viel Zucker und können den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen lassen, doch ein völliger Verzicht ist nicht nötig. Wer sich eine kleine Portion gönnt – am besten nach einer sättigenden Mahlzeit –, verträgt sie oft gut. Alternativ bieten sich Varianten mit weniger Zucker und mehr Nüssen oder Mandeln an. Versuchen Sie doch mal, Lebkuchen selbst zu backen – als Low-Carb-Variante.
Aus für Gänsebraten?
Gänsebraten, Knödel, Soße – an Weihnachten wird traditionell groß aufgefahren. Wer ein paar einfache Regeln beachtet, kann das Menü trotz Diabetes genießen. Ideal ist ein leichter Start, etwa mit Suppe oder Salat. Beim Hauptgang gilt: Viel Gemüse, wenig Knödel, Soße nur sparsam. Beim Dessert: Statt Sahnetorte lieber ein Fruchtquark mit Zimt.
Was ist mit Glühwein?
Auch Diabetiker müssen nicht ganz auf Glühwein verzichten. Wichtig ist aber: Alkohol kann den Blutzucker zuerst ansteigen lassen, später aber auch stark abfallen. Besonders bei Menschen, die Insulin spritzen, kann es dadurch in der Nacht zu einer Unterzuckerung kommen. Wer lieber auf Nummer sicher gehen will, greift zu einem heißen Gewürztee – schmeckt ebenfalls festlich und belastet den Blutzucker kaum.
Weihnachtsmarktbesuch erlaubt?
Gebrannte Mandeln, Bratwurst, Schmalzkuchen – auf dem Weihnachtsmarkt locken viele Leckereien, leider mit etlichen Kalorien und reichlich Zucker. Lieber nur in Maßen und ganz bewusst genießen. Tipp: Nie mit leerem Magen losziehen! Lieber vorher eine Kleinigkeit essen, dann ist die Gefahr geringer, dass Sie in die Naschfalle tappen.
Im Stressmodus?
In der Adventszeit soll alles gelingen – Geschenke, Festessen, Familienharmonie. Doch der Druck, perfekt zu sein, kann Stress auslösen und den Blutzucker durcheinanderbringen. Auch unregelmäßige Mahlzeiten, weniger Bewegung und ständiges Naschen tragen dazu bei. Daher: Häufiger den Blutzucker kontrollieren und rechtzeitig an Medikamente und Insulin denken. Und sowieso wichtig: Bewegung – schon ein kurzer Spaziergang nach dem Essen hilft dem Körper, den Zucker besser zu verarbeiten. Und bauen Sie kleine Auszeiten in den Alltag ein. Advent steht schließlich im Zeichen der Besinnlichkeit.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen – www.staude.de
Bildnachweis: ©Smileus – stock.adobe.com