Erfrischung gefällig?

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Draußen ist es heiß – auch nachts. An Schlaf ist da nicht zu denken? Vor allem älteren Menschen machen diese Tropennächte arg zu schaffen. Der Kreislauf muss bei Hitze hart ­arbeiten. Denn er versucht, die Körper-Kern­temperatur stabil zu halten. Dies gelingt nur schleppend. Und die Wärme erschwert das Einschlafen, wir wachen häufiger mitten in der Nacht auf, sind unruhig. Was hilft jetzt, um endlich zur Ruhe zu finden?

Brand wie eine Bergziege? Kein Wun­der bei dieser Affenhitze. Denn wenn wir schwitzen, verliert der Körper nicht nur viel Flüssigkeit, sondern auch Mine­ralstoffe. Es ist daher nicht egal, was Sie trinken. Wasser ist zwar gut, Infu­sed Wa­ter aber hat’s in sich. Dafür geben Sie saftiges Sommerobst – klein geschnitten – und frische Kräuter in Ihre Karaffe und füllen sie auf. Dieses aromatische Früchtewasser ist randvoll mit Vitalstoffen und schmeckt herrlich erfrischend. Ideal für den Drink: Zitronenscheiben, Bee­ren und Melonenstücke, dazu Pfef­fer­minze, Zitronenmelisse oder Salbei. Bei Tropenwetter gilt: Mehr als die sonst empfohlene Menge trinken. Mindestens zwei Liter sollten es pro Tag sein.

Machen Sie es wie die Südländer: Halten Sie Siesta! Der »spanische Mittagsschlaf« ist dafür da, der größten Hitze des Tages zu entgehen. Lassen Sie also all Ihre Aufgaben zwischen 11 und 15 Uhr ruhen und stehen Sie dafür morgens ganz früh mit den Hühnern auf. Die angenehm kühlen Mor­gen­stun­den können Sie produktiv nutzen – zum Einkauf, Spaziergang oder Arztbesuch. 

Kalte Küche an heißen Tagen. Wer hat schon Lust, bei diesem Bilder­buchwetter stundenlang am Herd zu stehen? Deftige, dampfende Speisen würden Ihren Kreislauf ohnehin nur unnötig belasten. Ein knackiger Sommersa­lat ist schnell gezaubert und schmeckt bei diesen hohen Temperaturen sowieso viel besser. Tomaten, Gurken und Spi­nat sind bekömmlich, wasserhaltig und reich an Mineralstoffen. Auf lecker-leich­te Weise den Elektrolythaushalt aufzufüllen, bekommt uns gut: Auch an Hunds­tagen fühlen wir uns fit und vital.

Bei 30 Grad im Schatten ist eine kalte Dusche verlockend, aber kontraproduktiv. Zu groß ist der Tempe­raturunterschied. Der frostige Schauer kurbelt nämlich Ihre innere Heizung an. Und so kommt’s, dass Sie kaum aus der Nasszelle raus sind und mehr schwitzen als vorher. Lieber lauwarme Güsse nehmen und anschließend nicht abtrocknen, sondern das Wasser auf der Haut verdunsten lassen.

Thermalwasser zum Sprühen ist die pure Erfrischung für zwischendurch – immer und überall. Der ultrafeine Sprühnebel legt sich auf die Haut und wirkt belebend. Wie eine »Dusche aus der Dose« für Gesicht und Körper. Thermalwasserspray gibt’s übrigens im Handtaschenformat in Ihrer Apotheke.

Geschwollene, schwere Beine bei brütender Hitze? Das liegt daran, dass sich das Blut in den Venen staut. Gefäßflüssigkeit sackt durch die Schwer­kraft nach unten in die Waden und Füße. Daher: Beine hoch! Wenn das allein nicht hilft, sind kühlende Gele mit Rosskastanie oder Ro­tem Weinlaub eine Wohltat. Beide Pflanzenextrakte erhöhen die Spannkraft der Venen und kurbeln die Blutzirkulation an. Für leichte Sommerbeine gibt es die Cremes und Salben in Ihrer Apotheke, wahlweise auch Tabletten und Dragees zum Einnehmen.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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