Fit mit Babybauch
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Bewegung und sportliche Aktivitäten tun jetzt doppelt gut – so halten Sie sich als werdende Mama gesund, und Ihr Baby profitiert auch davon. Was ist mit einem runden Bauch alles möglich, und welche Risiken gibt es?
Dass Schwangere aufs Sofa gehören und Bewegung schädlich ist, zählt längst zu den Ammenmärchen. Vielmehr belegen Studien, dass Fitness nach Maß nicht nur fit für die Geburt macht, sondern auch typische Beschwerden wie Übelkeit, Rückenschmerzen und Kreislaufprobleme lindert. Zugleich sinkt damit das Risiko für Komplikationen, die auch dem Baby zusetzen können – etwa Schwangerschaftsdiabetes oder -bluthochdruck, Ödeme oder starke Gewichtszunahme. Voraussetzung ist allerdings eine komplikationslose Schwangerschaft. Die Frauenärztin oder der Frauenarzt sollte grünes Licht geben, und die künftige Mama auf ihren Körper hören. Denn sobald sich Bewegung nicht gut anfühlt, Schwindel, Übelkeit oder Atemnot auftreten, sind das Stoppsignale!
Timing und Belastung
Lassen Sie es in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen eher langsam angehen, da noch ein relativ hohes Fehlgeburtsrisiko besteht. Ideal sind dann Yoga, Pilates und ausgiebige Spaziergänge. In den beiden folgenden Trimestern ist (fast) alles erlaubt, insbesondere wird zu Ausdauersport wie Schwimmen, Laufen, Walken, Wandern und Radfahren geraten. Allerdings sollte die Belastung im moderaten Bereich bleiben, nach dem Motto: „Laufen, ohne zu schnaufen.“ Wie hoch das Pensum idealerweise sein sollte: Die WHO-Empfehlung für mindestens 150 Bewegungsminuten pro Woche gilt auch für Schwangere.
Aktiv entspannen
Zusätzlich zu den klassischen Geburtsvorbereitungskursen tun aktive Entspannungstechniken wie Yoga und Pilates dem Körper und auch der Seele gut. Zertifizierte Schwangerschafts-Yogakurse vor Ort, etwa im Sportverein, oder in Online-Formaten werden von Krankenkassen bezuschusst. Die Zertifizierung stellt sicher, dass die Übungen die richtigen Muskeln, etwa den Beckenboden, stärken und sensible Partien wie den Bauch entlasten.
Wohlfühlelement Wasser
Wenn mit wachsendem Babybauch so manche Bewegungen mühsamer werden, bietet sich Aquafitness an. Warmes Wasser ist ein echtes Wohlfühlelement: Der Auftrieb „trägt“ das zusätzliche Gewicht, entlastet Gelenke, Sehnen und Bänder und ermöglicht effektive, dennoch schonende Work-outs. Zudem verbessert der Wasserdruck die Gewebedurchblutung und beugt Schwangerschafts-Ödemen vor. Aquasport kann auch den Bedarf an Schmerzmitteln während der Entbindung senken. Das zeigt eine brasilianische Studie mit Schwangeren, die ab der 18. Woche bis zur Geburt dreimal pro Woche je 50 Minuten trainierten. Öffentliche Schwimmhallen und Bäderländer bieten Aquafitness für Schwangere an.
Risiken meiden
Zu den No-Gos gehören Sportarten mit einem hohen Risiko für Stürze, Stöße und Verletzungen. Dazu zählen etwa Handball, Tennis, Squash, Geräteturnen, Mountainbiken und Reiten. Rudern sollte ausfallen, weil es die Bauchmuskeln zu sehr strapaziert. Beim Kraftsport kommt es auf einen guten Coach an, denn Geräte und Gewichte müssen immer wieder angepasst werden. Bergwandern über 2.000 Höhenmetern ist nicht zu empfehlen, weil die Luft „dünner“, also sauerstoffärmer, wird und das Atmen schwerer fällt.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de
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