Eine Frau macht Barre-Übungen in einem Fitnessstudio.

Fitness-Trends: Mit Schwung durch den Herbst

druckendruckenvorlesen vorlesen

Wenn der Wind um die Häuser pfeift, der Regen an die Fenster klatscht und der innere Schweinehund es sich auf dem Sofa gemütlich macht, wird es höchste Zeit für ein bisschen Bewegung – drinnen, versteht sich. Die neuen Indoor-Trends bringen nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern sorgen auch für einen echten Stimmungs-Booster.

Bei diesem noch jungen Fitness-Trend wechseln sich festgelegte Übungen – sie heißen etwa Rudern, Schlittenziehen oder Wall Balls – mit kurzen Laufeinheiten ab. Das Ergebnis: ein intensives Ganzkörpertraining, das inzwischen sogar auf Wettkampfniveau ausgetragen wird. Das Besondere an Hyrox: Es spricht nahezu alle Muskelgruppen an, stärkt das Herz-Kreislauf-System und verbessert Kraft, Ausdauer und Koordination in einem einzigen Training. 

High Intensity Interval Training (HIIT) steht für kurze, hochintensive Belastungsphasen, gefolgt von ebenso kurzen Pausen. Dabei kommen verschiedene Trainingsmethoden zum Einsatz: klassische Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, Training an Geräten oder kurze Ausdauereinheiten auf dem Laufband, Rudergerät oder Fahrrad-Ergometer. Das Ganze dauert meist nur 20 bis 30 Minuten – und bringt trotzdem richtig viel. HIIT gilt als eine der effektivsten Trainingsmethoden überhaupt: Es kurbelt deine Fettverbrennung an, steigert die Ausdauer und spart Zeit. Praktisch: Durch den sogenannten Nachbrenneffekt verbraucht dein Körper auch nach dem Training noch Kalorien. 

Beim Flying Yoga, auch Aerial Yoga genannt, hängen die Teilnehmer*innen in Tüchern von der Decke – schwebend, gestützt oder sanft schaukelnd. Klassische Yogaübungen bekommen dadurch eine neue Dimension. Das Schweben entlastet Rücken und Gelenke, fördert die Beweglichkeit und kräftigt die Tiefenmuskulatur. Gleichzeitig beruhigt die Kombination aus Atem, Bewegung und Leichtigkeit den Geist.  

Surfen ohne Strand? Geht – und macht richtig Spaß! Beim Indoor-Surfen gleitest du auf künstlich erzeugten, stehenden Wellen durch die Halle – auf einem echten Surfboard, ganz ohne Ozean. Die ständigen Ausgleichsbewegungen auf dem Board trainieren intensiv deine Rumpfmuskulatur, fördern den Gleichgewichtssinn und verbessern Reaktion und Koordination. Vor allem die tief liegenden Muskeln, die im Alltag oft zu kurz kommen, werden hier richtig gefordert.

Das Barre Work-out kombiniert Übungen aus dem Ballett mit Elementen aus Pilates und funktionellem Training. Trainiert wird meist an der Ballettstange, wobei der Fokus auf kleinen, kontrollierten Bewegungen liegt. Kraft, Beweglichkeit und Haltung werden dabei gleichermaßen gefördert. Obwohl die Bewegungen eher sanft aussehen, haben sie es in sich: Die tiefe Muskulatur wird gezielt aktiviert, insbesondere im Bereich Bauch, Beine und Po. Gleichzeitig verbessert sich deine Körperhaltung, was gerade bei sitzenden Tätigkeiten im Alltag ein großer Pluspunkt ist.

Animal Moves ist ein Training, bei dem Bewegungsabläufe aus dem Tierreich imitiert werden – etwa der Bärengang, der Froschsprung oder das Krabbeln wie eine Spinne. Klingt verspielt, ist aber ein hochfunktionales Ganzkörpertraining, das du oft nur mit dem eigenen Körpergewicht durchführst. Die tierischen Bewegungen sprechen Muskelketten an, die wir im Alltag oder beim Sitzen oft vernachlässigen. Gleichzeitig verbessern sie Beweglichkeit, Kraft und Koordination – und fördern ein ganz neues Körpergefühl. 

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

Bildnachweis: ©Haeder – stock.adobe.com