Grün ins neue Jahr
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Silvester macht Spass. Doch müssen dabei gigantische Müllberge und eine immense Feinstaubbelastung anfallen? Nein! Feiern Sie mit uns den Jahreswechsel auf die nachhaltige Art. Hier sind 6 clevere Ideen für einen guten, gesunden Rutsch.
1. Pyrotechnik ist passé
Böllerverbot – ja oder nein?! Jedes Jahr die gleiche Diskussion. Gehen Sie doch mit gutem Beispiel voran und zünden Sie eine Alternative. Ob Feuertonne im Garten, Fackeln oder ein Schwedenfeuer – es gibt viele lichterfüllte Möglichkeiten, um das Jahr stimmungsvoll, aber mit deutlich weniger Feinstaub und Tamtam zu verabschieden. Besonders schön: selbstgebastelte Fackeln aus Tannenzapfen, Stoffresten oder Klopapierrollen – eine nachhaltige Upcycling-Idee, die auch Kindern Spaß macht.
2. Wachs statt Blei
Bleigießen ist seit 2018 durch die EU verboten – zum Glück! Denn die Bleidämpfe stehen unter Verdacht, das Zentralnervensystem zu schädigen. Eine weniger bedenkliche und doch lustige Variante ist das Wachsgießen. Aus Kerzenresten lassen sich kleine Rohlinge herstellen: Im Wasserbad schmelzen und in leere Adventskalender oder Eiswürfelformen füllen. Am Silvesterabend über einer Kerzenflamme schmelzen und in eiskaltes Wasser kippen. Die entstehenden Formen liefern spannende Zukunftsorakel. Noch eindrucksvoller sind sie, wenn Sie sie mit der Taschenlampe an die Wand projizieren.
3. Glückskekse selbst gebacken
Glückskekse kaufen kann jede*r. Selbst gebacken mit individuellen Wünschen sind sie eine schöne Geste und ein originelles Geschenk für Gäste. Auf klassische Weise besteht Glückskeks-Teig aus Eiweiß, Puderzucker, Mehl und Butter – die Geling-Garantie ist recht gering. Einfacher und mindestens genauso hübsch anzusehen sind Waffelröllchen. Nach dem Backen in die Mitte den Zettel mit der – eigens kreierten – Glücksbotschaft stecken, die Enden jeweils in flüssige Kuvertüre stecken – zum Verschließen, fertig.
4. Klimaschonende Knallbonbons
Knallbonbons sind die perfekte Alternative zu Böllern und Raketen – lustig, überraschend und ohne Feinstaub. Mit etwas Zeitungspapier, einer Toilettenpapierrolle und einer kleinen Überraschung sind sie schnell selbst gemacht. Extra-Idee: Butterbrottüten aufpusten, beschriften und platzen lassen – laut, aber unschädlich.
5. Gemüsefondue statt Fleisch
Fondue gehört zu Silvester wie die Kugeln am Baum hängen müssen. Leichte Küche sieht allerdings anders aus. Wie wär’s also mit einem bunten Gemüsefondue: Ob Paprika, Zucchini, Champignons – alles in mundgerechte Stücke schnibbeln, aufspießen und in Gemüsebrühe brodeln lassen. So ein Vegetarisches Fondue ist nicht nur köstlich und klimaschonend. Es passt auch perfekt zum guten Vorsatz, sich im neuen Jahr gesünder und fleischloser zu ernähren.
6. Glücksklee
Zugegeben: Schwebende Heliumballons und hängende Pompons machen was her. Oftmals aber enthalten sie schädliche Stoffe wie Weichmacher oder Nitrosamide. Setzen wir doch lieber auf natürliche Silvester-Deko. Aus Holz, Glas, Naturstein oder Trockenblumen lassen sich ansprechende Arrangements gestalten. Wimpelketten aus Papier oder recyclebare Lichterketten runden das Bild ab – klimaschonend und festlich zugleich. Und Glücksklee geht sowieso immer.
Tipp: Umtopfen – in ein größeres Gefäß – in eine flache Schale stellen und sozusagen nur von unten wässern. Nicht gießen und innen auf der Fensterbank platzieren. So wird aus einem Neujahrs-Geschenk eine Ganzjahresfreude. Lassen Sie Ihr Glück wachsen!
Böllern ist brandgefährlich
Feuerwerkskörper sind nicht nur laut und teuer, sie bergen auch enormes Verletzungsrisiko. 2024 wurden fast 50.000 Tonnen Feuerwerk nach Deutschland importiert – eine gewaltige Menge Abfall und unnötige zusätzliche Belastung für Luft und Klima. Die Folgen: drei Mal mehr Krankenhausaufnahmen als an anderen Tagen, amputierte Finger, Augenverletzungen und Hörschäden: Im vergangenen Jahr kam es zu fünf Todesfällen. Hinzu kommen das Leid von panischen Tieren, die Ausbeutung von Arbeiter*innen und Kinderarbeit in der Herstellung. Höchste Zeit, umzudenken! Wie wäre es also mit einer Feier, die ganz ohne Böller auskommt?
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de
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