Mann leidet am Schreibtisch im Büro unter Augenbelastung.

Gut sehen: Anti-Aging für die Augen

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Mit trockenen Augen plagt sich fast jeder Fünfte von uns. Das sogenannte Sicca-Syndrom äußert sich durch Brennen, Rötungen, Fremdkörpergefühl oder sogar verschwommenes Sehen. Daher befeuchten Sie Ihre Gucker – von innen und von außen. Dazu gehört, dass Sie ausreichend trinken, regelmäßig in Innenräumen lüften und draußen frischen Wind um die Nase wehen lassen. Außerdem hat Ihre Vor-Ort-Apotheke etwas gegen trockene Augen: Tropfen mit Hyaluronsäure und Dexpanthenol bauen einen feuchtigkeitsbindenden Film auf der Augenoberfläche auf. Ein natürlicher Inhaltsstoff ist Euphrasia (Augentrost), der ebenso gut vor Reizungen schützt. Außerdem: Blinzeln nicht vergessen.

Man sagt: Das Auge isst mit. Besonders gern mag es grü­nes Gemüse. Spinat, Brokkoli und Grünkohl liefern die Pflanzenstoffe Lutein und Zeaxanthin, die die Netzhaut vor oxidativen Schäden bewahren. Betacarotin – viel ent­halten ist in Möhren oder Paprika – unterstützt das Däm­merungssehen. Omega-3-Fettsäuren aus fettem Fisch und Nüssen beugen Trockenheit vor. Wer sich nicht täglich bunt durch den Speiseplan isst, kann die Augen mit Kom­bipräparaten aus der Apotheke gezielt mit Vitalstoffen versorgen. Vorher mit dem Arzt abstimmen!

Viele Augenerkrankungen entwickeln sich schleichend und bleiben lange un­bemerkt. Eine regelmäßige Kontrol­le beim Augenarzt ist daher entscheidend, um Probleme rechtzeitig zu erkennen. Spätestens ab 60 Jahren soll­­ten Sie einmal jährlich zur Untersuchung gehen – bei bestehenden Er­kran­kun­gen auch früher.

Warme Sonnenstrahlen auf der Haut tun einfach gut – vor allem jetzt nach dem langen, dunklen Winter. Doch für unsere Augen sind sie Stress. UV-Strahlen können Horn- und Bindehaut reizen und die Entstehung von Grauem Star begünstigen. Die einfachste Gegenmaßnah­me? An lichtdurch­fluteten Tagen eine gute Sonnenbrille mit der Aufschrift »UV400« oder »100 % UV-Schutz« tragen. Die­se Bezeichnungen bedeuten, dass die Gläser einen integrierten Filter haben, der alle schädlichen Strah­len blockiert. 

Dass Bewegung Körper und Seele guttut, ist bekannt. Aber wussten Sie, dass es auch die Sehkraft stärkt? Wie die Stiftung Auge erklärt, verbessert moderate Aktivität wie beim Laufen oder Radfahren die Durchblutung der Sehnerven und soll sogar den Augen­innendruck senken. Menschen, die sich fit halten, haben demnach ein ge­ringeres Risiko, an Grünem Star (Glaukom) und Altersabhängiger Makulade­generation (AMD) zu erkranken. Aus augenärztlicher Sicht sei Sport absolut zu begrüßen.

Gönnen Sie Ihren Augen eine Aus­zeit – durch Palmieren. Dafür reiben Sie Ihre Handflächen aneinander und legen sie dann über Ihre Augäpfel. Etwa eine Minute lang genießen Sie so die Wärme und Ruhe. Ebenfalls gut für die Augen: Akupressur. Der passende Druckpunkt liegt genau in der Mitte der Ohrläppchen. 90 Sekun­den sanft zwischen Daumen und Zeigefinger massieren. Außerdem öfter mal den Blick schweifen lassen – in die Ferne, ins Grüne – das entspannt.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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