Kein Stich für kleine Blutsauger
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Wenn wir ihr unangenehm hohes Sirren hören, ist es oft schon zu spät: Die Mücke hat bereits zugestochen. Vor allem Kinder sind oft ein beliebtes Ziel der winzigen Blutsauger – und gerade die Kids leiden unter dem quälenden Juckreiz. Wir haben Tipps für vorbeugenden Schutz und wirksame Erste-Hilfe-Maßnahmen.
In unseren Breitengraden übertragen Mücken in aller Regel keine schweren Erkrankungen – doch auch hierzulande können die kleinen Insekten die Sommerfreuden stören. Abends auf dem Balkon oder im Park, nachts im Schlafzimmer: In der Dämmerung und im Dunkeln gehen die nachtaktiven Tierchen bevorzugt auf Nahrungssuche – und wollen uns mit ihrem spitzen Rüssel stechen. Mit den bekannten Folgen: Es juckt, die Stelle rötet sich und schwillt an.
Bitte nicht kratzen!
Ein vollständiger Schutz vor Mückenstichen gelingt kaum – aber tatenlos müssen sich weder Erwachsene noch Kinder den Attacken ergeben. Gerade bei den Kleinsten ist Achtsamkeit wichtig, weil sie sich, einmal gestochen, beim Kratzen kaum zurückhalten lassen. Dabei können Bakterien in die Haut gelangen und schlimmstenfalls entzündet sich die Stelle. Du solltest also schnell aktiv werden.
Vorbeugung leicht gemacht
Aussperren: Insektenschutzgitter halten die winzigen Blutsauger aus der Wohnung fern. Spezielle Netze bewahren Babys im Kinderwagen oder Buggy und im Bettchen vor Mücken-Attacken.
Anziehen: Dicht gewebte, langärmlige Oberteile und lange Hosen in hellen Farben schützen vor Stichen, denn Mücken fliegen eher auf Dunkles.
Neutralisieren: Mücken erspüren uns nicht nur über Körperwärme und Atemluft, sondern auch über den Körpergeruch. Ein Bad oder eine Dusche vor dem Schlafengehen neutralisieren Gerüche.
Schützen: Insektenschutzmittel für Kinder sind besonders auf die zarte Haut abgestimmt. Unbedeckte Körperstellen gleichmäßig eincremen beziehungsweise das Mittel aufsprühen, dann mit den Händen verteilen. Fürs Gesicht Creme oder Spray zuerst auf die Hände geben, dann einreiben; den Kontakt mit Augen und Mund vermeiden.
Rasch erste Hilfe leisten
Kühlen: Ob ein Coolpack aus dem Eisfach (Vorsicht: immer in ein dünnes Tuch einschlagen!) oder ein mit kaltem Wasser oder Franzbranntwein benetzter Waschlappen: Etwas Kühles lindert den Schmerz und beruhigt dein Kind.
Erwärmen: Thermische Stichheiler aus deiner Apotheke machen die Eiweißstoffe aus dem Mückenspeichel durch Wärme unschädlich. Sie eignen sich für Kinder ab etwa drei Jahren. Erkläre deinem Sprössling, was genau passiert, und achte darauf, wie viel Wärme er toleriert.
Cremen: Speziell für Kinder entwickelte juckreizlindernde Cremes und Gele empfiehlt man gern in deiner Apotheke. Ein entsprechendes Präparat sollte in der Haus- und Reiseapotheke immer griffbereit sein.
Vorsicht, Allergie!
Schwellung, Rötung, Juckreiz – das ist nach einem Mückenstich normal. Nehmen die Symptome stark zu, kann das ein Anzeichen für eine Allergie sein. Kommen gar Atem- oder Schluckbeschwerden hinzu, ist schnelle ärztliche Hilfe nötig. Auch eine Nesselsucht mit juckenden Quaddeln am ganzen Körper kann auftreten. Schwere Verläufe, sogenannte anaphylaktische Reaktionen, wie man sie von einer Allergie auf Bienen- und Wespenstiche kennt, sind bei Mückenstichen zum Glück selten.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de
Bildnachweis: ©DimaBerlin – stock.adobe.com