Krank sein. Zwei junge Mädchen benutzen Papiertaschentücher.

Kind krank? Das stärkt die Abwehr

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Kaum ist die eine Erkältung überstanden, steht schon die nächste vor der Tür – besonders im Herbst und Winter sind Kinder gefühlt ständig krank. Im Schnitt erwischt es die Kleinen sechs bis zehn Mal pro Jahr eiskalt. Das ist kaum vermeidbar und sogar wichtig: Jeder Kontakt mit Krankheitserregern trainiert das noch junge Immunsystem. Mit der Zeit baut dein Kind immer mehr Antikörper und somit eine starke Abwehr auf. Und dieser Prozess lässt sich unterstützen. Nur wie? 

Eine ausgewogene Ernährung bringt das Immunsystem in Schwung. Im Winter ideal und beliebt bei Kindern: Vitamin-C-reiches Obst wie Mandarinen, Orangen oder Kiwis. Gemüse wie Paprika, Feldsalat, Kürbis und Kohlsorten liefern außerdem Beta-Carotin – die Vorstufe des Vitamin A, und dies ­ist wichtig für gesunde Schleimhäute. Dein Kind mag kein Gemü­se? Dann hier ein Tipp: Milde Sorten wie Karotten oder Kürbis pürieren und als Suppe oder Soße »tarnen«. Vitamin D spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für die Immunabwehr. Das Sonnenvitamin, das unsere Haut vor allem unter sommerlichem Tageslicht ­bildet, fehlt uns in den dunklen Wintermonaten. Daher kann die Einnah­me ­von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein. Sprich vorher mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt.

Von der Schule zum Musikunterricht, hinterher noch schnell zum Fußballtraining und die Hausaufgaben warten am Abend. Um Himmels willen! Zu viel Action stresst die Kinder, macht dazu auf Dauer krank und infektanfällig. Daher sind Ruheoasen ein Muss: Hörspielen lauschen, Kinder-Yoga machen, und Zeit für Späße sollte auch sein. Denn Lachen regt die Produktion von schützenden Immunzellen an, ebenso wie ausreichend Schlaf. 

Das erste Hindernis für Viren und Co. sind unsere Schleimhäute, im Optimalfall halten sie Krankheitserreger auf Abstand. Sind sie jedoch gereizt – so wie jetzt durch die trockene Heizungsluft –, haben Viren leichtes Spiel. Deshalb gilt: regelmäßig lüften, insbesondere kurz vor dem Schlafengehen. Auch Trinken hilft, die Schleimhäute feucht zu halten. Softdrinks und gesüßte Säfte sind jedoch nicht ideal. Besser sind ungesüßte Tees oder Infused Water mit Orangenspalten. Trinkflaschen mit kind­gerechten Motiven motivieren zusätzlich, öfter mal einen Schluck zu nehmen.

Tägliche Bewegung draußen – auch bei Schmuddelwetter – hält den Kreislauf in Schwung und stärkt die Abwehr. Weiteres Plus: Aktiv zu sein, baut Stress ab und fördert einen erholsamen Schlaf. Ein bis zwei Stunden pro Tag an der frischen Luft sollten möglich sein. Wetterfeste Kleidung versteht sich von selbst. 

Händewaschen ist das A und O. Und zwar regelmäßig und gründlich. Als Faustregel gilt: 30 Sekunden einseifen, auch zwischen den Fingern, und dabei ein Lied singen, um die Sache lustiger zu gestalten. Danach gut abspülen. Auch eine aufregend duftende Seife macht das Hygieneritual spannender. Richtiges Niesen und Husten will ebenfalls gelernt sein. Hier gilt: immer in die Arm­beuge. Taschentücher nur einmal benut­zen und direkt danach entsorgen.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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