Mit Diabetes durch die fünfte Jahreszeit

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Mit Diabetes durch die fünfte Jahreszeit

Karneval, Fasching, Fastnacht: Die fünfte Jahreszeit steht vor der Tür und natürlich dürfen auch Diabetiker ausgelassen feiern. Doch sollten sie vor allem mit Alkohol maßvoll umgehen.

Wenn sich Indianer und Cowboys singend in den Atmen liegen, Hexen mit Superhelden durch die Straßen ziehen und Clowns sich bei Prinzessinnen unterhaken, dann ist es wieder soweit: Die fünfte Jahreszeit hat ihren Höhepunkt erreicht. Für echte Jecken und Narren gehören die tollen Tage zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch zu den schönsten des ganzen Jahres. Und zum Glück ist auch Diabetes mellitus kein Grund, aufs bunte Karnevalstreiben zu verzichten. Doch sollten Diabetiker ein wenig Vorsicht mitfeiern lassen  – vor allem in puncto Alkohol.

Achtung, Unterzuckerung

Alkohol sorgt nämlich nicht nur für gute Stimmung, sondern kann bei Diabetes-Patienten eine ernste Unterzuckerung (Hypoglykämie) hervorrufen. Bereits ab einem Blutalkoholspiegel von 0,45 Promille ist die Zuckerfreisetzung aus der Leber gestört. Daher senken alkoholische Getränke wie Wein, Bier und Hochprozentiges den Blutzuckerspiegel. Das Hormon Glukagon, das normalerweise zu einem sofortigen Blutzuckeranstieg führt, wirkt nicht mehr. Vorsicht: Insulin und blutzuckersenkende Medikamente senken den Blutzuckerspiegel zusätzlich. Das erklärt, warum das Risiko einer Unterzuckerung groß ist.

Um vorzubeugen, sollten Diabetes-Patienten, die nicht komplett auf Alkohol verzichten möchten, parallel zum Gläschen Bier oder Wein immer eine kohlenhydratreiche Mahlzeit zu sich nehmen. Sie erhöht den Glukosegehalt im Blut wieder. Außerdem wichtig: Die Blutzuckerwerte regelmäßig kontrollieren – auch noch Stunden nach dem letzten Glas Alkohol.

Weniger ist mehr

Für Jecken und Narren mit Diabetes gilt grundsätzlich: Da Alkohol die Sinne berauscht und die ersten Anzeichen einer Unterzuckerung überdeckt, sollte man die Zwei-Gläser-Regel einhalten. Sie besagt, dass Männer nicht mehr als zwei Gläser Bier (0,2 l) oder Wein (0,1 l) trinken sollten, Frauen nur etwa die Hälfte.

Alles dabei

Zur eigenen Sicherheit sollten Diabetiker ihre Freunde und Bekannten über die Zuckerkrankheit informieren und erklären, was im Fall einer Unterzuckerung zu tun ist. Wenn dann noch eine Notfalltasche mit Diabetiker-Ausweis, Traubenzucker, Blutzuckermessgerät und Medikamenten fester Bestandteil des Karnevalskostüms ist, steht dem bunten Treiben nichts mehr im Wege.

Närrische Tipps…

… nicht nur für Diabetiker!

  • Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit. Deshalb: Viel Mineralwasser trinken, am besten schon vor der Faschingsparty und auch zum Bier oder Wein.
  • Das Auto auch am Morgen nach der Feier besser stehen lassen, denn Alkohol baut sich langsam ab: Pro Stunde nur um etwa 0,1 bis 0,2 Promille.
  • Erst draußen im Kalten schunkeln und dann in der warmen Kneipe tanzen: Wer sich im Zwiebellook kleidet, ist auf Temperaturschwankungen vorbereitet und reduziert das Risiko, krank zu werden.
  • Um das Immunsystem nicht zu überlasten, sollten Faschingsfreunde nicht von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch durchfeiern. Besser: Mal einen Tag Pause einlegen und dem Körper die Chance geben, sich zu regenerieren.
  • Kater am Morgen? Dagegen helfen frische Luft und ein vitaminreiches Frühstück. Bewährte Katerkiller sind Rollmöpse und saure Gurken. Geeignete Schmerzmittel aus der Apotheke gehören in jede Hausapotheke.

Wenn Sie erfahren möchten, wie Beratung das Diabetes-Risiko senken kann, lesen Sie mehr im Internet unter www.ratgebergesund.de.

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