Mobil im Alter – Seife – eine saubere Sache

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Ein Klassiker feiert Comeback: das Seifenstück, das nicht nur perfekt reinigt, sondern auch pflegt und dazu noch eine prima Öko-Bilanz hat.

Nach Jahrzehnten im Schattenvon allerlei Tuben und Fläschchen kommt das gute alte Seifenstück zu neuen Ehren. Zum einen, weil uns die Coronapandemie lehrt, was es alles kann: Seine waschaktiven Substanzen lösen nicht nur Schmutz und Fett, sie knacken auch die Schutzhülle der Viren. Zum anderen, weil das Umweltbewusstsein stetig wächst und Seife nun mal ein nachhaltiges Stück Natur ist. Je nach Zusammensetzung reinigt und pflegt sie von Kopf bis Fuß und kann einen Teil der Kosmetika ersetzen, die in unserem Bad herumstehen. 

Vorteile liegen auf der Hand

Ob unverpackt, mit Papier oder Pappe umhüllt – bei festen Seifen fällt kein Plastikmüll an. Sie sind wesentlich ergiebiger als flüssige Produkte, somit umweltschonender und preisgünstiger. Seifen kommen ohne Konservierungsstoffe aus, da sie kein Wasser enthalten und Keime sich nicht einnisten können. Sie lassen sich überdies rein pflanzlich herstellen und sind biologisch gut abbaubar

Ein Stück (Seifen-)Geschichte

Seit dem frühen Mittelalter gibt es Seife so, wie wir sie kennen – als festes Waschstück, das durch Verkochen von Ölen, Fetten und Lauge sowie Zugabe verschiedener ätherischer Öle hergestellt wird. Traditionelle Glanzstücke der Seifensieder-Kunst sind Aleppo-Seife und Marseiller Seife, die beide in Apotheken erhältlich sind. Das Rezept aus dem syrischen Aleppo basiert auf rückfettendem Olivenöl und antibakteriellem Lorbeeröl. Die Seife reinigt, pflegt die Haut und wirkt leicht entzündungshemmend. Für Allergiker kann Lorbeeröl allerdings problematisch werden. Marseiller Seife (Savon de Marseille) hingegen besteht ausschließlich aus Pflanzenölen und gilt als gut verträglich. Reine Pflanzenfett-Seifen eignen sich auch bei Neurodermitis oder Schuppenflechte, und Ihr Apotheken-Team berät Sie dazu gerne!

Duschen, baden, Haare waschen

Naturseifen liegen im Trend und das Angebot ist groß. Ob mit Teebaumöl und Honig für milde Reinigung, Rosen-, Orangen- oder Lavendelöl für sinnliche Momente oder Kamillenextrakten bei sensibler Haut – für jeden Typ gibt es das passende Waschstück. Seifen ersetzen das Duschgel ebenso wie den Badezusatz: Einfach mit ein wenig Wasser in der Hand aufschäumen und auf die Haut massieren oder mit in die Wanne nehmen und den Körper einseifen. Einige, etwa die Aleppo-Seife, lassen sich auch als Shampoo verwenden. Zudem gibt es extra Haarseifen – beispielsweise mit Weizenproteinen für mehr Fülle oder mit Zitrusextrakten für schnell fettendes Haar. Die Seife immer gründlich ausspülen und das Ritual mit einer Essigspülung abrunden. Diese sogenannte saure Rinse (1 Liter warmes Wasser mit 3 EL Apfelessig) wirkt wie ein Conditioner und verleiht gesunden Glanz. Übrigens: Haarseifen können grundsätzlich auch für den Körper verwendet werden, aber nur bestimmte Körperseifen fürs Haar.

Wichtig: Seife trocken lagern, in einem offenen Schälchen mit Löchern oder einem Seifensäckchen. Exklusive Stücke verfügen über eine eingearbeitete Kordel zum Aufhängen.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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