Sauer macht gesund

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Während wir die Stangen aus dem Garten meist als Kompott genießen, sind andere Arten für ihre Arzneiwirkung bekannt. Ob zur bewussten Ernährung, bei Wechseljahrs- oder Zahnfleischbeschwerden: Ran an den Rhabarber!

Auf unserem Teller landen hierzulande meist »Holsteiner Blut« und »Goliath«, zwei sehr beliebte Vertreter der Gemüsegattung Rheum rhabarbarum. Tatsächlich gehört das Knöterichgewäch Rhabarber, auch wenn wir es wie Obst zubereiten, botanisch zu den Gemüsesorten – macht nix, schmecken wir ja nicht. Apropos schmecken: Die kalorienarme Pflanze, die neben reichlich Vitamin C und K auch die Mineralstoffe Kalium und Calcium enthält, ist bekannt für ihre säuerliche Note. Wie sauer, unterscheidet sich von Sorte zu Sorte, aber es gibt eine kleine Faustregel: Je rötlicher Schale und Fruchtfleisch, desto süßer. Sie lieben es sauer? Dann sind die grünen Varianten genau richtig für Sie. Welche Sorte Sie auch bevorzugen, noch bis 24. Juni haben Sie Gelegenheit, das ostasiatische Saisongemüse zu ergattern. Wir profitieren vom Rhabarber, auch medizinisch, denn einige Sorten kommen als Arzneimittel zum Einsatz.

Vielseitige Heilpflanze 

Bekannt ist etwa der Rhapontik-Rhabarber: Sein Wurzelextrakt enthält Rhaponticin, das östrogenartig wirkt und so die unangenehmen Begleiterscheinungen des Klimakteriums, wie etwa Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen, ausbremst. In Ihrer Apotheke gibt’s Fertigpräparate mit dem Wirkstoff. Auch weitere Rhabarbersorten sind dort vertreten, unter anderem etwa als alkoholischer Auszug, der Reizungen der Mundschleimhaut sowie Zahnfleischentzündungen lindert. Im Gegensatz zum frischen Garten-Rhabarber sind die Medikamente natürlich das ganze Jahr über erhältlich.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern

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