Senioren-Gesundheit: Rente plus Job?!
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Von wegen Ruhestand – bereits rund jeder zehnte Rentner ist weiterhin erwerbstätig, Tendenz steigend! Nicht nur finanzielle Motive spielen eine Rolle; es gibt noch jede Menge andere gute Gründe.
Hobbys, Reisen oder einfach mal Nichtstun – diese Highlights des Rentnerdaseins kommen gerade etwas aus der Mode. Immer mehr »Ruheständler« entscheiden sich, weiterzuarbeiten. Derzeit sind es 13 Prozent der Rentner und 36 Prozent der älteren Noch-Erwerbstätigen können sich das für später gut vorstellen, so die Zahlen des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Da ist zum einen der finanzielle Anreiz, weil ein Zuverdienst jetzt nicht mehr mit der Rente verrechnet wird. Aber mindestens genauso wichtig sind soziale Kontakte, geistige Herausforderungen, die Struktur im Alltag, das Gefühl, gebraucht und wertgeschätzt zu werden. Das tut nicht nur gut, es hält auch länger gesund!
Gesünder und zufriedener leben
Eines gleich vorweg: Nicht jeder Rentner kann arbeiten und muss es auch nicht! Wer sich jedoch dafür entscheidet und in der Lage dazu ist, leidet seltener unter schweren Erkrankungen und Behinderungen. Das zeigen Langzeitstudien aus den USA und Israel mit Menschen, die im Alter weiterarbeiten. In einer Umfrage der Universität Michigan berichtet mehr als ein Drittel der 65plus-Berufstätigen von gesundheitlichen Vorteilen. 57 Prozent geben an, dass die Arbeit sie geistig fit hält, 37 Prozent schätzen die sozialen Kontakte und 40 Prozent fühlen sich damit insgesamt wohler.
Hobby, Job oder Ehrenamt?
Reicht nicht auch ein Hobby für diese positiven Effekte? Tatsächlich nicht! Es braucht schon eine gewisse Verpflichtung, einen festen Rahmen und eine angemessene Bezahlung. All das vermittelt das Gefühl von Wertschätzung, Selbstwirksamkeit und bringt Struktur in den Tag. Eine Erwerbstätigkeit erfüllt diese Kriterien, egal ob im erlernten Beruf oder einem neuen Arbeitsfeld, ob angestellt, selbstständig oder als Minijob. Ehrenämter sind bedingt geeignet – zwar bieten sie spannende und erfüllende Aufgaben, allerdings ohne Bezahlung. Die Wertschätzung erfolgt über Dankbarkeit oder das Bewusstsein, etwas Gutes zu tun. Das kann durchaus Lohn genug sein, nur sollte man sich darüber im Klaren sein.
Altbewährte Pfade oder neue Wege?
Grundsätzlich gilt: Der Job sollte zur Person, zu ihren körperlichen und mentalen Voraussetzungen passen, Spaß machen und kein Stressfaktor sein. Wer in seinem früheren Beruf zufrieden war, kann sich in dem Bereich umsehen oder in der alten Firma bleiben. Viele Unternehmen bieten mittlerweile Jobmodelle für Rentner an. Wer lieber neue Wege gehen will, kann sich je nach Qualifikation und Neigung vor Ort umsehen. Vom Betreuungshelfer in der Kita, an der Kasse im Supermarkt bis zu Beratertätigkeiten in Unternehmen – in Lokalzeitungen, Online-Jobbörsen oder kostenlosen Vermittlungs-Portalen (etwa www.silvertalent.com) gibt es jede Menge Angebote. Damit der Rentner-Job nicht irgendwann zum Stressfaktor wird, unbedingt auf den Zeitrahmen achten. Teilzeit, freiberufliche Tätigkeiten oder Minijobs – eine begrenzte Stundenzahl sichert den persönlichen Freiraum und Erholungszeiten. Schließlich sollte auch im Rentner-Job die Work-Life-Balance stimmen!
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de
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