Fünf fröhliche Kinder, die durch Hula Hoop-Reifen schauen.

Vitalstoffe – klein, aber oho

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Der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen begleitet uns ein Leben lang – vom Krabbelkind bis ins hohe Alter. Doch gerade in bestimmten Lebensphasen braucht der Körper etwas mehr davon: in der Erkältungszeit, bei Stress oder wenn er wächst. 

Gerade in der Kindheit läuft alles auf Hochtouren: Zellen teilen sich, Knochen wachsen, das Immunsystem wehrt neue Keime ab – und im Gehirn entstehen ständig neue Verbindungen. Damit das klappt, braucht es Vitalstoffe. Regelmäßig – und in der richtigen Mischung.

Vitamin C ist ein Alleskönner: Es stärkt die Abwehr, fördert die Eisenaufnahme und unterstützt die Bildung von Bindegewebe – wichtig für Haut, Zähne und Knochen. Kinder brauchen besonders viel, da ihr Immunsystem laufend auf neue Keime trifft. Zu wenig davon zeigt sich in Infekten, Zahnfleischbluten oder schlechter Wundheilung. Gute Quellen sind Paprika, Brokkoli, Erdbeeren und Zitrusfrüchte. Vitamin C ist wasserlöslich und hitzeempfindlich, daher Gemüse möglichst roh essen oder nur kurz garen.

Vitamin D bildet die Haut bei Sonnenlicht, im Winter läuft diese »endogene Synthese« oft nur schleppend. Dabei ist das Sonnenvitamin für die Knochen wichtig: Es hilft, Calcium aufzunehmen und einzubauen. Auch Muskeln und Abwehr profitieren. Ein Mangel zeigt sich durch Infektanfälligkeit oder Muskelschwäche. Etwas Vitamin D steckt in Fisch, Eiern und Leber. Viele Kinderärztinnen und Kinderärzte empfehlen im Winter ergänzende Präparate.

Eisen transportiert Sauerstoff und fördert die geistige Leistungsfähigkeit. Fehlt es, drohen Blässe, Müdigkeit, Reizbarkeit oder eingerissene Mundwinkel. Kinder, die wenig Fleisch essen, sind häufiger betroffen – ebenso pubertierende Mädchen. Viel Eisen liefern rotes Fleisch, Linsen, Vollkorn oder grünes Gemüse. Ideal in Kombination mit Vitamin C, etwa Orangensaft.

Starke Knochen entstehen bis zur Pubertät – dafür braucht der Körper Calcium. Ohne ausreichende Versorgung drohen Wachstumsprobleme, Zahnschäden oder brüchige Knochen. Die besten Lieferanten? Milch, Joghurt, Käse, Brokkoli, Grünkohl und Mandeln. Wichtig: Calcium allein reicht nicht. Damit es im Körper ankommt und in die Knochen eingebaut wird, braucht es Vitamin D. 

Vitamin B12 unterstützt Blutbildung, Zellteilung und hält die Nervenbahnen in Schuss. Ein dauerhafter Mangel fällt oft erst spät auf: Kinder wirken müde, blass oder unkonzentriert. Der Grund? Der Körper speichert B12 in der Leber und verbraucht die Reserven nur langsam. Wichtig: B12 steckt fast nur in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Eiern und Milch. Veganer*innen brauchen Supplemente, am besten mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt abgestimmt.

Nächtliche Wadenkrämpfe oder Reizbarkeit können bei Kindern auf einen Magnesiummangel hindeuten. Das Mineral reguliert den Energiestoffwechsel, unterstützt Muskeln, Nerven und Enzyme. Gute Quellen sind Vollkornprodukte, Nüsse, Spinat, Hülsenfrüchte und Brokkoli. Wenn nötig, helfen Ergänzungsmittel – kindgerecht dosiert.

Ohne Jod bildet der Körper keine Schilddrüsenhormone – und die steuern fast alles, was mit Wachsen, Denken und Energie zu tun hat. In Deutschland ist Jodmangel häufig – vor allem bei vegetarischer oder veganer Ernährung. Jodmangel zeigt sich oft in Müdigkeit, langsamen Wachstum oder Frieren. Gute Quellen sind Seefisch, Milchprodukte, Eier und jodiertes Salz.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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