Zufriedene Frau umarmt Wärmflasche im gemütlichen Wohnzimmer, Wärme.

Wohlbefinden: Wärme wirkt Wunder

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Wärme ist mehr als ein angenehmes Gefühl. Sie lockert verspannte Muskeln, lindert Schmerzen, regt die Durchblutung an und unterstützt den Körper dabei, sich zu erholen. Gleichzeitig beruhigt sie das Nervensystem, senkt Stress und fördert den erholsamen Schlaf. Von dieser Kraft profitiert die ganze Familie. 

Ob bei kalten Füßen, Bauchschmerzen oder einfach zum Wohlfühlen – die Wärmflasche gehört seit Generationen in jede Hausapotheke. Für die sichere Anwendung gilt: Die Flasche nur mit heißem, nicht kochendem Wasser füllen. Zum Schutz vor Verbrennungen ein Handtuch zwischen Haut und Wärmflasche legen. 

Fango- und Moorpackungen bestehen aus Mineralschlamm oder Moor, die mit Paraffin vermischt werden. Sie speichern Hitze besonders lange und lassen die Wärme bis tief ins Gewebe dringen. Allerdings sollten die Packungen nicht zu heiß sein, sie dürfen aber 20 bis 30 Minuten wirken.

Ein wohliges Vollbad bei 36 bis 38 Grad wirkt wie Balsam für Körper und Seele. Mit Badezusätzen verstärkt sich der Effekt: Rosmarin regt die Durchblutung an, Arnika entspannt, Thymian unterstützt bei Erkältung. Die ideale Badedauer liegt bei 15 bis 20 Minuten.

Eine Tasse Tee wärmt von innen und kann sogar kleine Beschwerden lindern. Kamille beruhigt den Magen, Spitzwegerich stillt Reizhusten und Fenchel-Anis-Kümmel bringt den Bauch ins Gleichgewicht. Praktisch: In der Apotheke gibt es Arzneitees mit geprüften Pflanzenstoffen – genau richtig dosiert.

Ein Saunagang ist wie ein Kurzurlaub für den Körper: Die Mischung aus Hitze und Abkühlung bringt Kreislauf und Gefäße in Schwung. Faustregel: Acht bis zwölf Minuten schwitzen, dann raus an die frische Luft, anschließend kalt abduschen oder ins Tauchbecken – und danach unbedingt eine Ruhepause einlegen. Zwei bis drei Saunarunden genügen.

Bei Rücken- oder Muskelschmerzen sind Wärmepflaster eine einfache Lösung. Man unterscheidet zwei Arten: Pflaster mit dem Chili-Wirkstoff Capsaicin, die die Durchblutung kräftig anregen, aber manchmal die Haut reizen. Und arzneifreie Varianten, die sich durch Kontakt mit Sauerstoff erwärmen und über Stunden gleichmäßig Wärme abgeben.

So wohltuend Wärme ist – manchmal kann sie Beschwerden verschlimmern. Bei frischen Verletzungen wie Schwellungen oder akuten Entzündungen ist Kühlen die bessere Wahl. Vorsicht gilt bei Herzschwäche und Bluthochdruck, da Wärme den Kreislauf zusätzlich belastet. Bei Sensibilitätsstörungen wie Diabetes oder Polyneu­ropathie drohen womöglich unbemerkte Verbrennungen.

Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de

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